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VfL Bochum - 1. FC Nürnberg
Bochum stürzt den FC Nürnberg noch tiefer in die Krise © Getty Images

Bochum - Atemlos im Pott: Bochum ringt Nürnberg nieder in einer denkwürdigen Partie. Dabei gerät der eigentlich schon sichere Sieg spät noch in Gefahr. Der FCN stürzt in die Krise.

Der 1. FC Nürnberg rutscht nach einer weiteren katastrophalen Defensivleistung immer tiefer in die Krise.

Beim VfL Bochum unterlag der Club am 5. Spieltag mit 4:5 (3:3) und rutschte nach der dritten Pleite in Serie mit nur zwei Punkten bei 15 Gegentoren auf den letzten Tabellenplatz ab. Die zuvor in drei Spielen sieglosen Bochumer stoppten derweil ihren Abwärtstrend und kletterten ins obere Tabellendrittel. (Der Ticker zum Nachlesen)

"Wir müssen auch dem Gegner Respekt zollen, weil die haben es ermöglicht, dass wir ein Spektakel hatten. Dennoch müssen wir früher das Spiel zu machen", sagte Bochums Trainer Gertjan Verbeek nach dem spektakulären Sieg über seinen Ex-Klub zu SPORT1.

Nürnbergs Miso Brecko zeigte sich nach der Niederlage enttäuscht und gleichzeitig kämpferisch: "Es ist eine schwere Situation für uns. Jede Chance des Gegners war drin. Wir müssen jetzt zusammenrücken und werden daran arbeiten".

Kevin Stöger (4.) und Felix Bastians (7., Foulelfmeter) hatten die Bochumer vor 16.050 Zuschauern im Eiltempo 2:0 in Führung gebracht, nach dem Anschlusstreffer durch Edgar Salli (18.) stellte Peniel Mlapa (27.) den alten Abstand wieder her.

Bis zur Pause brachten Dave Bulthuis (34.) und erneut Salli (45.+3) per Foulelfmeter den Club zurück ins Spiel, doch erneut der frühere U21-Nationalspieler Mlapa (55.) war ein zweites Mal für den VfL zur Stelle. Nach dem 5:3 durch Nils Quaschner setzte Shawn Parker (90.+2) für Nürnberg den Schlusspunkt. (Die Tabelle der Zweiten Liga)

FCN-Trainer Alois Schwartz sagte nach der Partie bei SPORT1: "Du nimmst dir viel vor, aber wenn es mal nicht läuft dann läuft es nicht. Wir haben wieder nicht die Konstanz nicht rein bekommen, das ist untypisch. Wenn man mich kennt, dann gehen die Spiele eher 1:0 aus und nicht 5:4 oder 6:1, das ist für mich auch Neuland."

Nürnberg, das am 3. Spieltag sogar mit 1:6 in Braunschweig untergegangen war, verschlief den Auftakt in Bochum völlig und stand in der Abwehr vogelwild. Erst nach einer knappen Viertelstunde fand die Mannschaft des bereits unter Druck stehenden Trainers Alois Schwartz besser ins Spiel. (Ergebnisse und Spielplan der Zweiten Liga)

Auch die Bochumer zeigten in der Defensive zahlreiche Unzulänglichkeiten, suchten ihr Heil aber erfolgreich im Spiel nach vorne. Neben Doppeltorschütze Mlapa überzeugte vor allem Bastians. Bei den Franken wussten der kamerunische Neuzugang Salli und Kevin Möhwald zu gefallen.

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