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1. FC Nuernberg v SpVgg Greuther Fuerth - Second Bundesliga
Alois Schwartz bekommt beim 1. FC Nürnberg eine Gnadenfrist © Getty Images

Auch nach der Derby-Pleite und dem schlechtesten Start der Geschichte erklärt Nürnbergs Sportvorstand Bormann, Trainer Schwartz stehe nicht zur Disposition.

Der kriselnde 1. FC Nürnberg hält auch nach dem bitteren 1:2 (0:1) im Derby gegen den fränkischen Erzrivalen SpVgg Greuther Fürth an Trainer Alois Schwartz fest.

Sportvorstand Andreas Bornemann ist nach zwei mickrigen Punkten aus sechs Spielen nicht zu einem Trainerwechsel bereit und sprach dem bislang unglücklich agierenden Schwartz weiter das Vertrauen aus. Zumindest noch bis zum Sonntag beim Gastspiel bei Arminia Bielefeld erhält der Coach eine Schonfrist.

"Es gibt nichts, was man dem Trainer vorwerfen könnte, er steht nicht zur Disposition", sagte Bornemann, der nach Abpfiff sofort um Zuspruch für Spieler und den niedergeschlagenen Coach bemüht war, noch unter dem Eindruck der bitteren Pleite.

Der 45-Jährige will eine erste Zwischenbilanz nach zehn Spieltagen ziehen, diese Haltung hatte er vor dem Saisonstart vertreten und daran hält er für den Moment fest.

Druck auf Schwartz steigt

Blauäugig ist Bornemann aber keineswegs, er empfindet die bisherige Ausbeute sehr wohl als "ein richtiges Brett. Der Druck auf uns alle steigt", sagte Bornemann und sprach nach der vierten Niederlage in Folge von einer "extrem herausfordernden Situation, nicht nur für den Trainer".

Nach dem schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte braucht Schwartz schleunigst die Wende, das weiß der Nachfolger von René Weiler, für den Nürnberg eine Ablöse von etwa 400.000 Euro an Sandhausen gezahlt hatte.

"Es geht hier nicht um Schwartz, sondern um den Club", sagte der 49-Jährige, der zwar bei vielen Anhängern kaum noch Kredit hat, aber zumindest die Mannschaft hinter sich weiß. "Wir arbeiten gut zusammen, es gibt kein Problem", versicherte Kapitän Miso Brecko und schob nach: "Wir dürfen jetzt nicht verzweifeln."

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