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FC St. Pauli v FC Erzgebirge Aue - Second Bundesliga
Trainer Ewald Lienen (2.v.l.) muss bei seinen Spielern Aufbauarbeit leisten © Getty Images

Sandhausen - Der FC St. Pauli schlittert in der Zweiten Liga immer tiefer in die Krise. Die Hamburger kassieren beim SV Sandhausen ihre vierte Niederlage in Folge.

Mit seiner vierten Niederlage in Serie ist der FC St. Pauli wieder auf den letzten Tabellenplatz der Zweiten Liga gestürzt. Die Hamburger unterlagen beim SV Sandhausen nach einer ganz schwachen Leistung mit 0:3 (0:2), Trainer Ewald Lienen gerät mehr und mehr unter Druck. (Spielplan und Ergebnisse der Zweiten Liga)

"Unser Fokus war darauf ausgerichtet, keine Torchancen zuzulassen. Das ist uns heute nicht gelungen. Wir schaffen es einfach nicht, unsere Fehler hinten abzustellen", fasste der 62-Jährige nach dem Spiel bei Sky die schlechte Defensivleistung seines Teams zusammen.

Meggle stellt sich hinter Lienen

"Mut macht mir, dass die Mannschaft zusammenhält. In der Kabine ist eine große Energie, auch wenn das ergebnistechnisch gerade nicht rüberkommt", so Lienen, der ebenfalls auf die Genesung der verletzten Stammspieler in den nächsten Wochen verwies.

Sportdirektor Thomas Meggle sieht sich allerdings trotz der erschreckenden Bilanz von fünf Punkten aus zehn Saisonspielen noch nicht zum Handeln gezwungen. "Ja", antwortete er knapp auf die Frage, ob der Verein weiter zu Lienen stehe. (Tabelle der Zweiten Liga)

In Sandhausen ließ sich St. Pauli auskontern. Zunächst verlor Marc Hornschuh den Ball, den ersten Schuss von Thomas Pledl parierte Torhüter Robin Himmelmann noch, aber Lucas Höler musste den Ball nur noch ins Tor schieben (26.). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Wooten stockt Torkonto auf

Das 2:0 erzielte Pledl selbst (45.), diesmal hatte Waldemar Sobota den Ball hergeschenkt. Es war Pledls erstes Tor in seinem 62. Zweitliga-Spiel. Das 3:0 besorgte Andrew Wooten (72.). (Statistik zum Spiel)

Ins Bild passte, dass Pauli-Profi Christopher Avevor mit einer falschen Trikotnummer auflief, da offenbar das falsche Leibchen beflockt und eingepackt wurde.

Lienen hat wenig Zeit, etwas zu verändern. Schon am Dienstag (20.45 Uhr) fordert St. Pauli im Pokal den Bundesligisten Hertha BSC, der ins Tabellenmittelfeld aufgerückte SVS tritt beim SC Freiburg an (18.30 Uhr).

Selbst das 0:2 mit dem Halbzeitpfiff weckte St. Pauli vor 6653 Zuschauern nicht aus der Lethargie. Die Abwehr war ein Torso, der ganz starke Pledl (58.) und Wooten kurz darauf hätten für Sandhausen erhöhen können.

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