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Tim Matavz erzielte für Nürnberg die Führung
Tim Matavz erzielte für Nürnberg die Führung © Getty Images

Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg feiert gegen Hannover den vierten Sieg in Folge und arbeitet sich weiter nach vorne. Die Gäste verpassen vom Punkt ein mögliches Comeback.

Der 1. FC Nürnberg setzt seine bemerkenswerte Aufholjagd in der 2. Bundesliga fort.

Nach dem miserablen Saisonstart und ersten Diskussionen um den neuen Trainer Alois Schwartz gelang dem Club der vierte Sieg in Folge. Die Franken besiegten Bundesliga-Absteiger Hannover 96 und damit indirekt auch ihren ungeliebten ehemaligen Manager Martin Bader mit 2:0 (2:0) und rückten bis auf fünf Punkte an die Aufstiegsplätze heran. (Die Tabelle der Zweiten Liga)

"Wir haben aufopferungsvoll und ehrlich gearbeitet", lobte Schwartz bei SPORT1. "Es entscheiden Nuancen und im Moment machen wir die Dinge richtig."

Kirschbaum hält Elfer

Neuzugang Tim Matavz (4.) und der noch von Bader verpflichtete Guido Burgstaller (21.) mit seinem achten Saisontreffer schossen vor 27.387 Zuschauern bis zur Pause eine beruhigende Führung heraus. Danach stand Nürnberg wie bereits bei den vorangegangenen drei Siegen sicher.

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Der starke Torhüter Thorsten Kirschbaum parierte zudem gegen Miiko Albornoz (73.) wie im Spiel eine Woche zuvor beim Karlsruher SC (3:0) einen Foulelfmeter. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Zuvor hatte Miso Brecko Hannovers Felix Klaus im Strafraum abgeräumt, kam mit der Gelben Karte aber offenbar noch glimpflich davon. "Ich wollte zunächst Rot geben, habe die Szene dann aber vor meinem inneren Auge eingefroren und mich dann selbst um entschieden", sagte Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck bei SPORT1.

Ersatz-Keeper patzt

Beim ersten Tor profitierte Matavz vom Fehler von Samuel Sahin-Radlinger, der für den verletzten Philipp Tschauner in den Kasten gerückt war. Der Schlussmann ließ einen Schuss von Tobias Kempe genau vor Matavz' Füße abprallen.

"Beim Warmmachen halte ich so einen Ball sicher und dann passiert mir in der 4. Minute sowas", sagte Sahin-Radlinger bei SPORT1. "Das nehme ich auf meine Kappe."

Club-Trainer Schwartz hatte den von Bader zusammengestellten Kader der 96er als "besten der zweiten Liga" bezeichnet, über weite Strecken war der Aufstiegsaspirant, der kurzfristig Kapitän Marcel Schmiedebach durch Salif Sané ersetzen musste, auch die überlegene Mannschaft - der Club aber die stabilere: Lediglich ein Gegentor hat er seit Beginn seiner Serie kassiert.

In den ersten sechs Spielen waren es noch 17 Gegentreffer gewesen.

"Kleinigkeiten entscheiden die Spiele. Wir haben weiter an uns geglaubt und das Quäntchen Glück auf unserer Seite gehabt", meinte Kirschbaum am SPORT1-Mikrofon und fügte hinzu. "Ich bin froh, dass ich die Unterstützung kriege - auch von Raphael Schäfer. Solange wir die Punkte einfahren, sind alle glücklich."

Dass Hannover das zweite Spiel nacheinander verlor und den Sprung auf rang zwei verpasste, lag freilich auch am starken Nürnberger Torhüter.  

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