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1. FC Kaiserslautern v VfL Bochum 1848 - Second Bundesliga
Osayamen Osawe schnürte gegen Bochum einen Dreierpack © Getty Images

Kaiserslautern - Der 1. FC Kaiserslautern verschafft sich im Abstiegskampf Luft. Osayamen Osawe trifft gegen Bochum dreifach - und beendet den Trubel um seinen nächtlichen Paris-Trip.

Dank eines Hattricks des zuletzt suspendierten Stürmers Osayamen Osawe hat sich der 1. FC Kaiserslautern etwas Luft im Tabellenkeller der 2. Bundesliga verschafft.

Die Pfälzer besiegten zum Abschluss des 10. Spieltags den VfL Bochum mit 3:0 (1:0) und kletterten durch den zweiten Saisonsieg vom Relegationsplatz auf Rang 15.

Der Engländer Osawe erzielte alle drei Treffer (32./57./75.), neuer Tabellen-16. ist 1860 München. (Die Tabelle der Zweiten Liga)

Osawe zeigt "richtige Reaktion"

"Das ist alles schön und gut, aber er ist ein junger Spieler und das, was passiert ist, darf nicht passieren - auch wenn er heute fünf Tore gemacht hätte", sagte FCK-Trainer Tayfun Korkut bei SPORT1 über Matchwinner Osawe.

So klang Osawes Hattrick bei SPORT1.fm:

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In der Vorwoche war der Neuzugang aus Halle vom Spiel- und Trainingsbetrieb freigestellt gewesen, weil er trotz Krankmeldung einen privaten Ausflug nach Paris unternommen hatte.

"Osyamen hat genau die richtige Reaktion gezeigt. Es war nicht leicht für ihn, deshalb freue ich mich für ihn besonders", lobte Kaiserslautern Mittelfeldmann Marcel Gaus seinen Kollegen.

Bochum-Fehler erzürnt Verbeek

In einer turbulenten Anfangsphase vor nur 18.056 Zuschauern auf dem Betzenberg hatte Kaiserslauterns Naser Aliji (2.) den ersten Warnschuss abgegeben. 

Im direkten Gegenzug vergab Bochums Peniel Mlapa gegen FCK-Keeper Julian Pollersbeck. Einem Treffer von VfL-Kapitän Felix Bastians (6.) wurde wenig später aufgrund einer Abseitsposition zurecht die Anerkennung verweigert. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Anschließend waren die Gastgeber die aktivere, Bochum jedoch die gefährlichere Mannschaft. Nach Vorarbeit von Thomas Eisfeld vergab Johannes Wurtz (21.) freistehend. 

Wenig später nutzte dann Osawe einen individuellen Fehler von Pawel Dawidowicz zur Führung - ganz zum Ärger von Bochums Trainer Gertjan Verbeek. "Wir verlieren nicht zum ersten Mal durch einen solchen Fehler", sagte der Niederländer nach dem Abpfiff. 

Ärger über nicht gegebenen Elfmeter

In der zweiten Halbzeit erwischte Kaiserslautern den besseren Start. Osawe stellte mit seinem Kopfballtor nach Flanke von Gaus die Weichen früh auf Sieg und machte mit seinem vierten Saisontor schließlich den Sack zu. (Die Torjäger der Zweiten Liga)

Allerdings verweigerte Referee Dr. Felix Brych den Gästen aus dem Ruhrpott beim Stand von 2:0 für Kaiserslautern einen Strafstoß. Thomas Eisfeld, der nach einem Zweikampf mit Phillipp Mwene zu Boden gegangen war, fluchte: "Das war Elfmeter und Rot. Vielleicht wäre das Spiel dann noch einmal anders gelaufen." 

FCK-Coach Korkut sprach in Anbetracht vieler strittiger Situationen in den vorherigen Spielen von "ausgleichender Gerechtigkeit."

"Es gibt keine Paris-Trips mehr"

Der 42-Jährige sah die Saisontreffer fünf bis sieben für die bislang offensivschwachen Roten Teufel. Die FCK-Fans skandierten daraufhin: "Paris, Paris - Wir fahren nach Paris". 

Eine Idee, die Korkut alles andere als gefiel. "Es gibt keine Paris-Trips mehr, wenn sie nicht erlaubt sind. Fertig", so seine Message an Matchwinner Osawe.

Vielmehr müsse man sich jetzt darauf konzentrieren, auf diesen Erfolg aufzubauen. "Wir sind jetzt nicht entspannt", beschwichtigte Korkut. 

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