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Torhüter Daniel Haas machte gegen seinen Ex-Klub keine gute Figur © Imago

Aue - Die Eisernen drehen die Partie in Aue und stürmen auf Tabellenplatz zwei. Für Berlins ehemaligen Torhüter Daniel Haas ist es ein Nachmittag zum Vergessen.

Union Berlin hat mit Glück und dank zweier Fehler seines Ex-Torhüters Daniel Haas das Ost-Duell gegen Erzgebirge Aue gewonnen und den Sprung auf Platz zwei geschafft.

Die Köpenicker besiegten die Gastgeber trotz zwischenzeitlichen Rückstands 3:1 (1:1) und setzten ihre Erfolgsserie der vergangenen Wochen fort. Das Team von Trainer Jens Keller hat sechs der letzten sieben Spiele gewonnen. (Die Tabelle der Zweiten Liga)

Kreilach dreht Partie

Damir Kreilach traf doppelt (42., 63.) für die Gäste, die nun 20 Zähler auf ihrem Konto haben. Den Endstand markierte Steven Skrzybski (82.). (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die vor allem in der ersten Halbzeit besseren Auer konnten dagegen ihre Überlegenheit und eine 1:0-Führung durch Mario Kvesic (20.) nicht in drei Punkte ummünzen. Mit zehn Punkten liegen sie auf Platz 14. Für beide Teams war es das 350. Spiel in der 2. Liga.

Haas: "Es war Unvermögen"

"Wenn man sich die Tore anschaut, war es Unvermögen. Beim ersten war es Abseits", bilanzierte Haas am SPORT1-Mikrofon. "Tiffi (Christian Tiffert, Anm. d. Red.) behauptet den Ball. Ich wollte ihn eigentlich auf rechts haben, damit ich ihn schlagen kann. Er wollte ihn mir auf links spielen, damit wir die Situation auf der anderen Seite fortsetzen können. Dann kam eins zum anderen."

"Es passieren Sachen, die nicht passieren dürfen. Es ist ein individueller Fehler, das passt ins Bild", sagte Tiffert. "Das Glück braucht man auch", meinte Union-Trainer Keller bei SPORT1: "Wir hatten den Willen, um das Spiel zu gewinnen."

Union mit Mühe zu Beginn

Die Gastgeber begannen selbstbewusst und bestimmten zunächst die Begegnung. Immer wieder attackierten sie die Berliner früh und gingen verdient in Führung. Kvesic nutzte eine Hereingabe von Fabio Kaufmann und schloss aus zehn Metern zum 1:0 ab. Union hatte vor allem im Spielaufbau viele Probleme und konnte sich kaum Chancen erspielen.

Etwas überraschend gelang den Berlinern noch vor der Pause der Ausgleich. Einen Freistoß verlängerte Philipp Hosiner per Kopf zu Collin Quaner. Der Stürmer traf zwar nur den Pfosten, den Abpraller verwertete Kreilach dann aber ohne Probleme freistehend. Allerdings stand Hosiner bei seiner Kopfballverlängerung im Abseits.

"Colin hat gut nachgesetzt und ich habe das Geschenk genutzt. Wir haben nicht viel richtig gemacht, aber drei Punkte mitgenommen", freute sich Kreilach bei SPORT1

Haas patzt

Auch in der zweiten Halbzeit starteten die Gastgeber zunächst besser. Pascal Köpke konnte jedoch eine Hereingabe von Kvesic nicht nutzen. Dann profitierten die Berliner von einem Patzer von Haas, der von 2012 bis 2016 für Union gespielt hatte.

Dem 33-Jährigen versprang eine Rückgabe, anschließend konnte Kreilach den Ball ins leere Tor einschieben. Beim dritten Gegentreffer stand Haas zu weit vor dem Tor und machte erneut keine gute Figur.

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