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Die Würzburger Kickers schlagen 1860 München 2:0 © Imago

Würzburg - Die Talfahrt von 1860 München geht weiter: Im bayerischen Duell mit den Würzburger Kickers kassieren die Löwen die nächste Niederlage und stürzen endgültig in die Krise.

Der arabische Investor träumt von der Champions League, der Alltag schaut jedoch düster aus:

1860 München hat das bayerische Derby bei Aufsteiger Würzburger Kickers verdient 0:2 (0:1) verloren und muss sich nach vier Spielen mit nur einem mageren Punkt in der 2. Liga nach unten orientieren.

Wieder einmal ist bei den Sechzigern, die schon in den vergangenen beiden Jahren beinahe abgestiegen wären, die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit riesig.

Soriano und Müller lassen Würzburg jubeln

"Würzburg war sehr aggressiv", sagte ein enttäuschter 1860-Coach Kosta Runjaic bei SPORT1. "Wenn wir so in Rückstand geraten, ist das umso schwerer, hier zu bestehen. Wir dürfen keine Geschenke verteilen. Es geht auch nicht um das Umfeld und die Erwartungshaltung. Wir suchen keine Ausreden."

Führung durch Elfmeter

Würzburg hält dagegen nach dem vierten Saisonerfolg überraschend weiter Kontakt zur Spitzengruppe. (Die Tabelle der Zweiten Liga)

Die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach ging in der 27. Minute vor 12.475 Zuschauern in der ausverkauften Flyeralarm-Arena durch einen Foulelfmeter von Elia Soriano in Führung.

Vorausgegangen war ein schwerer Patzer von Kai Bülow. 1860-Keeper Jan Zimmermann konnte Soriano im Strafraum nur noch mit einem Foul stoppen. (Die Statistiken zum Spiel)

Löwen-Innenverteidiger Jan Mauersberger zeigte sich bei SPORT1 im Anschluss an die Partie äußerst angefressen. "Wir haben nicht überzeugend gespielt. Der Ball will nichts in Tor, auf der Gegenseite hauen wir uns die Bälle selber rein. Es ist enttäuschend, hier zu verlieren. Soriano macht das clever, lässt seinen Fuß weit draußen stehen."

Auf die Medien höre man derweil nicht. "Wir müssen stabil stehen und punkten."

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Felix Müller sorgte für die Entscheidung (82.) und zeigte sich nach Spielende euphorisch: "Wir haben ein super Spiel gezeigt. Mit voller Hütte macht das natürlich Spaß. Hinten haben wir sehr gut gestanden und vorne haben wir Nadelstiche gesetzt."

Auch Trainer Bernd Hollerbach war hochzufrieden: "Wir hatten heute den nötigen Biss. Die Mannschaft wollte unbedingt gewinnen. Emotionen gehören dazu, das ist das Schöne am Fußball. Für mich war es ein klarer Elfmeter."

1860 mit zu vielen Fehlern

Würzburg agierte sehr effektiv und verdiente sich mit einer sehr engagierten Leistung den Sieg. (Der Ticker zum Nachlesen)

Die von Kosta Runjaic trainierten Löwen, deren Investor Hasan Ismaik zuletzt wieder einmal von großen Zielen gesprochen hatte, hatten zwar auch ein, zwei gute Möglichkeiten, leisteten sich aber zu viele Fehler.

Zudem agierten die Sechziger zu einfallslos, um die gut organisierten Kickers auszuhebeln. (Ergebnisse und Spielplan der Zweiten Liga)

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