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Nürnberger Hooligans randalieren während der Partie zwischen dem Club und dem Karlsruher SC © Imago

Karlsruhe - Beim Sieg des 1. FC Nürnberg gegen den Karlsruher SC randalieren einige Nürnberger Chaoten mit Böllern und Pyrotechnik - Spieler und Verantwortliche verurteilen die Aktion.

Eigentlich war es ein guter Tag für den 1. FC Nürnberg. Der Club hatte sich dank eines Doppelpacks von Torjäger Guido Burgstaller 3:0 (0:0) gegen den zuvor punktgleichen Karlsruher SC durchgesetzt und sich weiter von der Abstiegszone entfernt (Der Ticker zum Nachlesen).

Doch der dritte Sieg in Folge wurde von Randalen der eigenen Fans überschattet. 

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In der 78. Minute waren im Nürnberger Fanblock Bengalos und Böller gezündet worden. Schiedsrichter Felix Zwayer schickte beide Mannschaften in die Katakomben. Nach einer mehrminütigen Pause konnte die Partie aber fortgesetzt werden.

Nürnbergs Manager Andreas Bornemann kritisierte das Verhalten der eigenen Fans nach dem Spiel bei SPORT1. "Das hat da überhaupt nichts zu suchen", sagte der Manager und gestand auch etwas Hilflosigkeit ein: "Wir sind ja nicht alleine damit. Wir versuchen, uns in alle Richtung auf sowas vorzubereiten und es passiert trotzdem immer wieder."

Auch Doppeltorschütze Burgstaller verurteilte das Verhalten der Täter. "Die Fans machen einen traurig und nachdenklich. Wir waren 2:0 in Führung. Sowas gehört nicht ins Stadion und ist völlig unnötig", sagte der 27-Jährige.

Nürnberg-Trainer Alois Schwarzt fasste zusammen: "Es macht einfach den Fußball kaputt, es ist für mich unverständlich."

Ex-Clubberer vergibt KSC-Führung

Die große Chance auf die Führung in einem chancenarmen Spiel hatte der Ex-Nürnberger Enrico Valentini (54.), doch FCN-Keeper Thorsten Kirschbaum parierte den schwach geschossenen Foulelfmeter. Aber auch die Vorbereitung des Nürnberger Torhüters hatte offenbar mit dem gehaltenen Strafstoß zu tun.

"Ich habe vorher ein paar Videos angekuckt und er hat schon zwei Mal nach links geschossen. Es ist schön, seinen Teil dazu beizutragen", sagte Kirschbaum bei SPORT1 und weiter:

"Es ist ein Ausrufezeichen, wir haben uns durch die vorherigen Spiele nicht aus der Ruhe bringen lassen. Es macht Spaß, wenn harte Arbeit belohnt wird."

Valentini entschuldigte sich nach seinem Fehlschuss bei der Mannschaft. "Es tut mir am meisten für die Mannschaft und die Fans leid. Ich muss mich bei der Mannschaft entschuldigen, es war ganz klar der Knackpunkt. Das muss ich auf meine Kappe nehmen, ganz klar", sagte der Rechtsverteidiger.

Burgstaller verurteilt Chaoten

Vor 16.065 Zuschauern im Wildpark besiegelte Burgstaller (61./67.) mit seinen Saisontreffern sechs und sieben den zweiten Auswärtssieg der Nürnberger in dieser Saison. Zudem traf Tim Matavz (88.) (Die Tabelle der 2. Bundesliga).

Der Doppeltorschütze sieht trotz des Sieges Steigerungspotenzial. "Wir müssen noch viel arbeiten und geben jeden Tag das Beste", sagte Burgstaller. 

Zähe Anfangsphase

In einer zerfahrenen Partie fanden die Gäste besser ins Spiel und waren zunächst zwingender. Einen Versuch von Burgstaller nach knapp einer Viertelstunde fälschte sein Teamkollege Hanno Behrens gefährlich ab, doch der Ball landete nur am Außennetz des KSC-Gehäuses.

In der Folge erhöhten die Hausherren den Druck. Karlsruhes Dennis Kempe prüfte Kirschbaum mit einem Schuss, der Torhüter lenkte den Ball in höchster Not um den Pfosten (38.).

Burgstaller trifft per Hacke

Nach dem Wechsel stand Burgstaller zunächst goldrichtig, als KSC-Keeper Dirk Orlishausen einen Schuss von Behrens nur zur Seite ablenken konnte - und der Österreicher zur Führung einschob. Wenig später schoss Burgstaller sehenswert mit der Hacke sein zweites Tor, als er einen Schussversuch von Teamkollege Kevin Möhwald elegant ablenkte (Die Statistik zum Spiel).

Den Schlusspunkt setzte Matavz, der nach einem schönen Spielzug über Miso Brecko und Tobias Kempe überlegt einschob. 

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