Sercan Sararer bekommt in Braunschweig eine kuriose Gelb-Rote-Karte. Fürth ist sauer auf seinen Spieler, kritisiert aber auch den "arroganten" Schiedsrichter.

Sercan Sararer hat der SpVgg Greuther Fürth mit seinem unnötigen Platzverweis einen Bärendienst erwiesen und sich den Zorn seiner Mitspieler zugezogen. Auch Schiedsrichter Patrick Ittrich steht in der Kritik.

Der bereits vorbelastete Sararer trat bei der 0:1-Niederlage bei Eintracht Braunschweig in der 29. Minute nach einem verlorenen Zweikampf aus Frust gegen die Eckfahne, die sich durch die Wucht aus der Verankerung löste und wegflog.

Fürth sauer auf Schiedsrichter

Schiedsrichter Ittrich reagierte hart auf die unbedachte Aktion und zeigte Sararer, der erst acht Minuten zuvor nach einem taktischen Foul die erste Verwarnung erhalten hatte, die Gelb-Rote-Karte.

So klang Sararers Platzverweis bei SPORT1.fm:

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"Der Schiedsrichter hat eine krasse Fehlentscheidung getroffen", schimpfte Sportdirektor Ramazan Yildirim bei SPORT1 über eine vermeintliche Abseitsstellung vor dem Tor.

Auch der in der Kritik stehende Trainer Stefan Ruthenbeck kritisierte den Unparteiischen: "Gelb-Rot für Sararer war hart. Der Schiedsrichter hat einige Fehlentscheidungen getroffen. Vielleicht sollten sich die Schiedsrichter manchmal mehr damit beschäftigen, was auf dem Platz passiert und nicht was draußen ist. Der Schiedsrichter war sehr arrogant."

Sararer, der zuvor nur 27,8 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen hatte, erwies seiner Mannschaft damit einen Bärendienst - als wäre die Aufgabe beim Spitzenreiter nicht ohnehin schwer genug gewesen.

Mitspieler tobt - Sararer reumütig

Fürths Abwehrspieler Sebastian Heidinger machte nach dem Spiel dagegen Mitspieler Sararer für die Niederlage verantwortlich, die den schwächsten Saisonstart seit 19 Jahren besiegelte.

"Die Aktion von Sararer war wirklich dumm, vor allem weil er wusste, wie wichtig das Spiel heute für uns war. Wir haben sehr gut gespielt, lassen eigentlich nichts zu. Und dann dezimieren wir uns selbst mit so einer dummen Aktion", schimpfte er bei SPORT1.

Der Sündenbock selbst bereute sein Verhalten sofort. "Ich weiß es selbst, das braucht mir keiner sagen, was das für eine Aktion war. Ich habe mich bei der Mannschaft schon entschuldigt und sie hat es auch angenommen", sagte Sararer.

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