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SG Dynamo Dresden v Eintracht Braunschweig - Second Bundesliga
Stefan Kutschke (r.) avancierte zum Albtraum von Braunschweig © Getty Images

Dresden - Erst sieht alles nach einem weiteren Sieg von Braunschweig aus, doch Dresden gibt sich trotz eines 0:2-Rückstandes nicht geschlagen. Stefan Kutschke dreht ein irres Spiel.

Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig hat gegen Dynamo Dresden einen sicher geglaubten Sieg noch leichtfertig aus der Hand gegeben und nach einem Hattrick von Stefan Kutschke einen herben Dämpfer hinnehmen müssen.

Das Team von Trainer Torsten Lieberknecht verlor trotz zwischenzeitlicher 2:0-Führung bei Aufsteiger Dynamo Dresden noch 2:3 (1:0).

Das passierte den Braunschweigern in der Zweiten Liga zuletzt vor über 24 Jahren gegen Blau-Weiß 90 Berlin im April 1992.

Kutschke trifft binnen zwölf Minuten

Kutschke (69., 75., 81.) drehte in einer turbulenten zweiten Halbzeit die Begegnung, nachdem die Braunschweiger Onel Hernandez (10.) und Domi Kumbela (52.) ihr Team zuvor vermeintlich sicher auf die Siegerstraße gebracht hatten.

Der Drei-Treffer-Mann zeigt sich bei SPORT1 eher bescheiden: "Ich bin kein Dynamo Held - ich bin ein Junge von hier, ich komme aus Dresden, das war schon immer mein Verein, weil ich auch Fan war und aktives Mitglied, deshalb freue ich mich über jedes Tor, was ich für Dynamo schießen kann."

Die Gäste, die mit 25 Punkten auch nach dem Spieltag Tabellenerster sein werden, verpassten damit eine gelungene Generalprobe für das Niedersachsen-Derby gegen Hannover 96 in der kommenden Woche. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

"Die Mannschaft muss das Spiel schnell aus den Kleidern schütteln. Wir waren zu gierig. Ab dem 2:1 waren wir zu ungeordnet. Wichtig ist, dass wir uns von der Niederlage nicht beeindrucken lassen", erklärte Trainer Lieberknecht.

Die Gastgeber, die am Dienstag gegen Arminia Bielefeld aus dem Pokal ausgeschieden waren, liegen mit 16 Punkten im Tabellen-Mittelfeld. (Die Tabelle der Zweiten Liga)

Begegnung verspätet angepfiffen

Das Spiel vor 29.097 in der Dresdner Arena wurde wegen Verkehrsproblemen bei der Anreise mit 15 Minuten Verspätung angepfiffen. Die Braunschweiger kamen mit der Verzögerung besser zurecht und gingen mit ihrer ersten Chancen sofort in Führung. Einen abgefälschten Schuss lenkte Torjäger Domi Kumbela zunächst an die Latte, den Abpraller verwertete Hernandez per Kopf.

Dynamo hatte im weiteren Spielverlauf zwar viel Ballbesitz, konnte damit aber nur wenig anfangen. Die beste Dresdner Möglichkeit in der ersten Halbzeit hatte Niklas Hauptmann, dessen Schuss jedoch am Tor vor bei ging (20.).

Dresden kämpft tapfer

In den zweiten 45 Minuten ging es fast genauso weiter wie in der ersten Halbzeit. Dresden machte das Spiel - Braunschweig traf. Nach einem Fehler der Dresdner in der Vorwärtsbewegung schoss Kumbela mit seinem siebten Saisontor das 2:0. 

Etwas überraschend drehten die Gastgeber dann die Partie: Dynamo nutzte eine Unordnung in der Hintermannschaft, Kutschke traf aus kurzer Distanz. Wenig später gelang ihm sogar noch der Ausgleich - und gegen eine nervöse Eintracht-Deckung auch noch das 3:2.

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