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VfB Stuttgart v DSC Arminia Bielefeld - Second Bundesliga
Simon Terodde (Nr. 9) markierte gegen Arminia Bielefeld seine Saisontore fünf, sechs und sieben. © Getty Images

Simon Terrode schießt den VfB Stuttgart zum Heimsieg gegen Arminia Bielefeld. Stuttgart rückt damit auf Platz zwei der Tabelle vor, Bielefeld bleibt im Abstiegskampf.

Dank eines Dreierpacks von Simon Terodde bleibt der VfB Stuttgart in der Zweiten Liga dem Tabellenführer Eintracht Braunschweig auf den Fersen (Tabelle der Zweiten Liga).

Der Stürmer führte die lange Zeit erstaunlich passiven und unsouveränen Schwaben mit seinen Toren (13./70./90.) zu einem 3:1 (1:1) gegen Arminia Bielefeld, das zwischenzeitlich durch Andreas Voglsammer (64.) ausgeglichen hatte.

Drei Tore eines VfB-Spielers in einem Zweitligaspiel waren zuletzt keinem Geringeren als Ottmar Hitzfeld gelungen. Der traf am 13. Mai 1977 beim 8:0 gegen Regensburg sogar sechs Mal, das ist bis heute ewiger Zweitligarekord.

Natürlich war Terodde bei SPORT1 überglücklich: "Ich gehe in jedes Spiel mit Torhunger, die Flanken kommen perfekt, dann ist es nicht mehr so schwer. Heute ist ein schöner Tag, der Sieg bedeutet zwei Wochen Lebensqualität."

Siegesserie geht weiter

Es war der dritte Sieg nacheinander und der vierte in den vergangenen fünf Spielen für den Absteiger, der nach dem Punktverlust von Braunschweig nur noch einen Zähler hinter dem Spitzenreiter zurückliegt (Spielplan der Zweiten Liga).

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Überzeugen konnten die Stuttgarter vor 55.160 Zuschauern aber nicht.

"Wir wussten vorher, dass es schwer wird, haben großen Respekt vor der Liga", sagte VfB-Coach Hannes Wolf SPORT1. "Wir haben lange nicht gut gespielt, leichte Fehler gemacht, hatten Glück nach dem 1:1, danach wurde es richtig gut."

Schon das Führungstor war ein Geschenk von Wolfgang Hesl: Bielefelds Torhüter wollte einen Rückpass von Julian Börner zu diesem zurückspielen, schoss dabei aber den rechten Fuß des energisch dazwischengehenden Terodde an - der Ball prallte ins Tor.

Terodde war nach seiner Einwechslung und seinem Kopfballtreffer beim Karlsruher SC (3:1) diesmal wieder von Beginn an dabei.

Bielefeld fehlt Durchschlagskraft

Das Resultat spiegelte den Spielverlauf lange Zeit überhaupt nicht wider. Bielefeld war die aktivere Mannschaft. Der VfB konnte spielerisch nicht überzeugen, wirkte viel zu statisch und unpräzise im Angriff und musste sich regelmäßig der Angriffe der Gäste erwehren. Allerdings fehlte den Ostwestfalen meist die Durchschlagskraft.

Durchschlagskraft wollen die Verantwortlichen in der Trainerfrage zeigen. Nach SPORT1-Informationen wird der neue Arminia-Cheftrainer in der kommenden Woche präsentiert.

"Ich habe mich gefreut die drei Spiele machen zu dürfen, es fällt mir aber nicht schwer, wieder in die zweite Reihe zurück zu treten. Ich bin noch nicht so alt, werde vielleicht in Zukunft meine Chance bekommen", sagte Bielefelds Interimstrainer Carsten Rump zu SPORT1.

Zum Spiel meinte er: "Es ist sehr ärgerlich für uns, das 0:1 ist bitter. Wir sind nach dem 1:1 drauf und dran das 2:1 zu machen, in Stuttgart haben wir die Punkte aber nicht zwangsläufig eingeplant, von dem her ist es in Ordnung. Das Spiel heute war sehr ordentlich."

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Mehr wäre dennoch möglich gewesen, hätte zwei Minuten nach dem Ausgleich Tom Schütz nicht den Pfosten des Stuttgarter Tores getroffen (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Der Ausgleich war jedoch zugleich ein Weckruf für die Stuttgarter, die nun energisch auf den Sieg drängten. Nach Teroddes siebtem Saisontor kurz vor dem Abpfiff war das Spiel entschieden.

Arminias Sportchef Samir Arabi sagte abschließend zu SPORT1 noch: "Wir hätten es verdient gehabt etwas mitzunehmen, müssen die Chancen nutzen, sonst wird man in Stuttgart bestraft. Das 0:1 war ein individueller Fehler, braucht man nicht mehr dazu sagen."

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