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Lukas Görtler (l.) wechselte 2015 vom FC Bayern II zum 1. FC Kaiserslautern

Kaiserslautern - Nach dem torlosen Unentschieden beim 1. FC Kaiserslautern kann Karlsruhes Trainer Tomas Oral etwas aufatmen. Der KSC zeigt eine ordentliche Leistung auf dem Betzenberg.

Krisenklub Karlsruher SC hat seine wochenlange Talfahrt gebremst und dem angezählten Trainer Tomas Oral eine Atempause verschafft.

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Nach drei Niederlagen in Folge erkämpfte sich der KSC am 14. Spieltag der 2. Liga ein 0:0 im traditionell hochbrisanten Südwest-Derby beim 1. FC Kaiserslautern.

Der FCK ist seit nunmehr fünf Partien ungeschlagen (drei Siege, zwei Unentschieden). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)   

"Ich bin mit der Leistung zufrieden. Wir hatten mehr Chancen, das 0:0 ist für uns zu wenig" sagte FCK-Coach Tayfun Korkut zu SPORT1.

"Die Mannschaft und der Trainerstab sind in den letzten Wochen zusammengewachsen. Wir haben uns rausgespielt, nicht rausgebolzt. Und wir haben Stabilität drin, das Gefüge passt, wir müssen uns jetzt die Früchte holen."

Und Oral meinte bei SPORT1 zufrieden: "Aufgrund der Tatsache, dass wir wieder umstellen mussten, macht es mich stolz, so auf dem Betzenberg zu bestehen. Wir zeigen Woche für Woche eine gute Reaktion." 

KSC-Boss stützt Oral

Nach der Partie stellte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther seinem Coach eine Jobgarantie ausgestellt. (Tabelle der Zweiten Liga)    

"Ich fand es beeindruckend, wie die Mannschaft sich reingehauen hat, die jungen Spieler haben gut gespielt. So müssen wir auftreten", sagte Wellenreuther SPORT1.

"Oral bleibt unser Trainer, klar sind alle unzufrieden gewesen. Wir müssen die Mannschaft stärken, den Trainer, und dann hoffen wir, dass die Mannschaft Selbstvertrauen bekommt."

Trennung von Todt

Der KSC-Boss weiter: "Unruhe tut nie gut, sie macht nervös, wir müssen Ruhe bewahren, das haben wir zuletzt gemacht und heute haben wir gesehen, dass es wirkt."

Oral meinte zu den Diskussionen um seine Person: "Ich habe mich nicht damit beschäftigt. Wir hatten vor der Saison eine klare Richtung, viele Umbrüche, haben aber die Ergebnisse ausgeblendet. Wir haben eine klare Tendenz."

Wellenreuther betonte zudem, dass es keine Alternative zur Trennung von Sportchef Jens Todt am Donnerstag gegeben habe. (Spielplan und Ergebnisse der Zweiten Liga)

"Mussten schnell reagieren"

Todt habe erklärt, dass er nicht über das Saisonende hinaus bleiben wolle. "Es war klar, dass wir uns von Jens Todt trennen mussten, nach dem er nicht verlängern wollte. Mussten schnell reagieren. Ich bin froh, dass es geklappt hat, wir haben mit Oliver Kreuzer gute Erfahrungen gemacht."

Am kommenden Donnerstag tritt Kreuzer den neuen alten Job im Wildpark an.    

Die Partie begann mit leichter Verspätung, weil Chaoten im Gäste-Fanblock Pyrotechnik gezündet hatten. Grundsätzlich war es vor dem Anpfiff in der Stadt ruhig geblieben - auch aufgrund des Großaufgebots der Polizei rund um das Hochrisikospiel.    

Vor 28.487 Zuschauern hätte der FCK in der 5. Minute eigentlich in Führung gehen müssen. Marcel Gaus schaffte es aber, den Ball aus kurzer Distanz nicht im Tor unterzubringen.

Auf Biegen und Brechen

Der Rest der ersten Hälfte war ein Kampf auf Biegen und Brechen. Das spielerische Element blieb weitgehend auf der Strecke, einem Tor näher waren dennoch die Roten Teufel.    

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts am Geschehen. In der 61. Minute wurde eine Treffer des Lauterers Jacques Zoua wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt - allerdings stand nicht Zoua sondern Osayamen Osawe im Abseits.

Eine umstrittene Entscheidung von Schiedsrichter Günter Perl (Pullach). Danach drängte der viermalige Meister aus der Pfalz auf den Sieg.    

"Wir hatten die Zeit uns zu finden, haben es bestätigt in den vergangenen Wochen. Das Unentschieden fühlt sich wie ein Knick an", sagte FCK-Mittelfeldspieler Christoph Moritz am SPORT1-Mikrofon.

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