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Der Bullenkopf lag vor der Dresdner Fankurve
Der Bullenkopf lag vor der Dresdner Fankurve © Imago

Zweitligist Dynamo Dresden muss den den Wurf eines Bullenkopfes aus dem Zuschauerbereich teuer bezahlen. Der DFB verhängte unter anderem eine hohe Geldstrafe.

Zweitligist Dynamo Dresden muss die "Bullenkopf-Affäre" teuer bezahlen.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhängte am Montag nach einer mündlichen Verhandlung in Frankfurt/Main einen Teilausschluss der Zuschauer sowie eine Geldstrafe in Höhe von 60.000 Euro. Grund sind vor allem die Vorfälle während des DFB-Pokalspiels gegen RB Leipzig (5:4 i.E. für Dresden) am 20. August.

Im auf das rechtskräftige Urteil folgenden Heimspiel müssen mehrere Blöcke geschlossen werden, insgesamt geht es um rund 9000 Fans. Stand jetzt betrifft die Sanktion die Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth am 20. November (ab 13.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Dresdens Sport-Geschäftsführer Ralf Minge kündigte jedoch an, dass die Klub-Gremien über die "Chance auf Berufung" beraten werden.

Hauptanklagepunkt des DFB-Kontrollausschusses war der Wurf eines abgetrennten Bullenkopfes aus dem Dresdner Zuschauerbereich in den Innenraum, der allerdings erst durch nach dem Spiel veröffentlichte Bilder und Videos der breiten Öffentlichkeit auffiel. Während der Partie waren zudem mehrere Banner zu sehen, auf denen mindestens äußert geschmacklos gegen die Gäste aus Leipzig gewettert wurde.

"Was ans Transparenten gezeigt wurde, geht weit über die freie Meinungsäußerung hinaus", sagte der Vorsitzende des Sportgerichts, Hans E. Lorenz, in seiner Urteilsbegründung.  

Der Zweitligist musste sich in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main zudem mit fünf weiteren, seit dem RB-Spiel erhobenen Anklagen auseinandersetzen. Weil es auch in diesen Fällen um das Fehlverhalten der Dresden-Anhänger (in Zweitligapartien) ging, wurden die Verfahren zu einem gebündelt.

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