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1. FC Union Berlin v VfL Bochum 1848 - Second Bundesliga
Sebastian Polter trifft bei seiner Rückkehr für Union Berlin gegen den VfL Bochum © Getty Images

Berlin - Union Berlin beherrscht den VfL Bochum über lange Strecken, aber die Bochumer gehen in Führung. Dann bringt Rückkehrer Sebastian Polter Union auf die Siegerstraße zurück.

Union Berlin hat zum Rückrundenauftakt den Anschluss an die Aufstiegsränge durch eine Energieleistung gewahrt. Gegen den Tabellenelften VfL Bochum siegte das Team von Trainer Jens Keller nach 0:1-Rückstand mit 2:1 (0:1).

Debütant Sebastian Polter (67.) und Steven Skrzybski (80.) drehten die Partie, nachdem Tim Hoogland (40.) die Gäste im ersten Durchgang in Führung gebracht hatte (Der Ticker zum Nachlesen).

Durch den Sieg rückt Union mit 31 Punkten vorerst auf dem vierten Rang vor. Der 1. FC Heidenheim kann mit einem Erfolg am Samstag bei Erzgebirge Aue jedoch noch an den Berlinern vorbeiziehen (Tabelle der 2. Bundesliga).

Gemeinschaft bei Union wichtig

Polter, der in der Winterpause vom englischen Zweitligisten Queens Park Rangers nach Berlin gewechselt war, zeigte sich nach der Partie bescheiden. "Es wurde in letzter Zeit viel über mich gesprochen", sagte der Angreifer bei SPORT1, "wir können aber nur als Kollektiv arbeiten".

Er zog sogar den Vergleich zu Weltklasse-Spielern her. "Messi und Ronaldo können Spiele allein gewinnen. Wir müssen vom Kollektiv kommen", sagte Polter.

Union spielt, Bochum kontert

Vor 19.130 Zuschauern an der Alten Försterei taten die Berliner zunächst mehr für die Partie, ohne jedoch gefährlich zu werden. Die Gäste dagegen kamen vermehrt durch Konter zu Gelegenheiten. Einen Schuss von Angreifer Peniel Mlapa (14.) konnte der Unions Schlussmann Jakob Busk nur mit Mühe entschärfen.

Beim Gegentor durch Hoogland befanden sich die Gastgeber wegen einer Verletzung von Verteidiger Kristian Pedersen zwischenzeitlich in Unterzahl (Spielplan/Ergebnisse der 2. Bundesliga).

Bastians und Riemann mit unglücklichen Aktionen

Im zweiten Durchgang erhöhte Union das Tempo und drückte Bochum in die eigene Hälfte. "Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht mehr Fußball gespielt", sagte VfL-Abwehrspieler Patrick Fabian. 

Der 29-Jährige war lange mit einem Kreuzbandriss ausgefallen und nahm doch etwas Positives aus dem Spiel mit. "Trotz der Niederlage hat es mich gefreut wieder zu spielen."

Patzer der VfL-Abwehr

Beim Ausgleich durch Polter rutschte Abwehrspieler Felix Bastians unglücklich weg und entließ den Stürmer ins Duell mit Torwart Manuel Riemann, das dieser verlor. 

"Das darf Bastians nicht passieren, dass er sich so ausspielen lässt und dann wegrutscht", sagte VfL-Trainer Gertjan Verbeek. "Aber er hat sich schon entschuldigt."

Auch Polter urteilte danach: "Das Tor war glücklich." Ein gelungener Einstand war es trotzdem für den Neuzugang.

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