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Eintracht Braunschweig v 1. FC Heidenheim 1846 - Second Bundesliga
Mirko Boland (M.) und Ken Reichel trafen für Eintracht Braunschweig © Getty Images

Braunschweig - Eintracht Braunschweig feiert den zweiten Last-Minute-Sieg innerhalb einer Woche. Gegen den 1. FC Heidenheim holt die Eintracht zweimal einen Rückstand auf.

Eintracht Braunschweig hat in der Zweiten Liga Erstliga-Absteiger Hannover 96 vorerst von Relegationsplatz drei verdrängt.

Das Team von Trainer Torsten Lieberknecht gewann zum Auftakt des 25. Spieltags nach einem späten Tor von Ken Reichel (90.+2) mit 3:2 (1:1) gegen den 1. FC Heidenheim. Reichel hämmerte den Ball mit 101 Stundenkilometern aus über 20 Metern Torentfernung recht oben in den Winkel.

"Ich bin volles Risiko gegangen und treffe den Ball perfekt, das war ein unglaubliches Gefühl. Die ganze Stadt ist euphorisiert", sagte Reichel bei SPORT1.

Sieben Torschüsse ab der 90. Minute

Es war der Lohn einer engagierten Schlussphase: Ab der 90. Minute gaben die Braunschweiger noch sage und schreibe sieben Torschüsse ab.

Die Eintracht blieb zum sechsten Mal in Folge ohne Niederlage und feierte zudem den ersten Heimsieg 2017. (Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Schnatterer trifft - und muss verletzt raus

FCH-Kapitän Marc Schnatterer, der später verletzt ausgewechselt werden musste (66.), hatte die Gäste bereits in der dritten Minute in Führung gebracht. Eine halbe Stunde später gelang Mirko Boland der Ausgleich für die Niedersachsen. Nachdem Arne Feick in der 73. Minute per Foulelfmeter Heidenheim erneut in Front schoss, glich Christoffer Nyman (78.) für die Eintracht erneut aus, ehe Reichelt mit einem fulminanten Schuss den Schlusspunkt setzte. (Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

"Es war ein unglaublicher Abend für uns. Mit den Fans und unglaublicher Moral haben wir das Spiel gedreht", sagte Eintracht-Trainer Lieberknecht bei SPORT1. Braunschweigs Stürmer Onel Hernandez fügte hinzu: "Das gibt es gar nicht, das ist unglaublich. Ein geiles Gefühl!"

Schmidt: "Das ist zum Kotzen"

Bei seinem Heidenheimer Kollegen Frank Schmidt war die Enttäuschung hingegen groß. "Zwei Mal verteidigen wir bei Standards dilettantisch, das geht so nicht in der Zweiten Liga. Zwei Mal bekommen wir den Ausgleich nach Führung, das ist zum Kotzen", ärgerte sich Schmidt im Gespräch mit SPORT1.

Die Hausherren, bei denen vor allem der verletzte Kapitän Marcel Correia (Sprunggelenk) schmerzlich vermisst wurde, mühten sich vor 20.000 Zuschauern nach dem frühen Rückstand durch Zweitliga-Topscorer Schnatterer um den Ausgleich.

Nyman und Reichel drehen erneuten Rückstand

Vor Bolands Treffer hatten bereits Gustav Valsvik, Reichelt und Hendrick Zuck gute Möglichkeiten für die Hausherren. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Nach der Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Nachdem Salim Khelifi gegen Tim Skarke den Elfmeter verursacht hatte, den Feick sicher verwandelte, sorgte der Schwede Nyman zunächst für den verdienten Ausgleich.

In der Nachspielzeit sorgte Reichel mit einem satten Distanzschuss schließlich für das glückliche Ende zugunsten der Braunschweiger, die bereits am Montag durch einen späten Treffer bei Fortuna Düsseldorf 2:1 gewonnen hatten.

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