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Kein Elfmeter! Phillipp Mwene versteht die Welt nicht © Picture-Alliance

Kaiserslautern - Braunschweig feiert einen glücklichen, aber wichtigen Sieg im Aufstiegskampf. Kaiserslautern wird vom Schiedsrichter benachteiligt und fühlt sich betrogen.

Eintracht Braunschweig hat trotz des ersten Sieges auf dem Betzenberg seit 40 Jahren die Tabellenführung in der 2. Bundesliga denkbar knapp verpasst. Die Niedersachsen holten am 26. Spieltag durch den Treffer von Mirko Boland (79.) ein glückliches 1:0 (0:0) beim abstiegsbedrohten 1. FC Kaiserslautern.

Damit sind die Braunschweiger seit sieben Partien ungeschlagen und belegen den zweiten Rang hinter dem VfB Stuttgart, der in der Nachspielzeit noch zum 3:3-Ausgleich gegen Dynamo Dresden kam(Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Aufregung nach verwehrtem Elfer

Für Aufregung sorgte jedoch eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters. In der 67. Minute hätten die Lauterer nach einem klaren Handspiel des Braunschweiger Verteidigers Gustav Valsvik einen Strafstoß bekommen müssen. Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck sah das zunächst anders.

Gustav Valsvik spielte den Ball mit seinem ausgestreckten Arm © SPORT1

"Meiner Ansicht nach war es ganz klar ein Elfmeter", schimpfte Lauterns Phillipp Mwene bei SPORT1 und erhielt Unterstützung von seinem Trainer Norbert Meier: "Das sind eben vier Mann. Einer muss es doch gesehen haben. Ich weiß nicht, wie da die Zusammenarbeit läuft. Das muss man einfach sehen!"

Kaiserslauterns Heimserie endet

Die Roten Teufel warten nun seit fünf Spielen auf einen Sieg und kassierten nach neun Spielen ohne Heim-Niederlage wieder eine Pleite zu Hause.

"Das war ein Sieg des Willens", meinte Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht am SPORT1-Mikrofon. Ken Reichel ergänzte: "Man kann von Glück sprechen, aber wir erarbeiten es uns auch. Das ist purer Wille und absolute Leidenschaft."

Braunschweig enttäuscht

Vor 23.756 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion waren die Gastgeber in der ersten halben Stunde die agilere Mannschaft. Danach kamen die Braunschweiger etwas besser ins Spiel. Insgesamt waren Torchancen in einer schwachen, umkämpften und weitgehend zerfahrenen Partie Mangelware. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst kaum etwas am Geschehen. Der FCK war einen Tick besser, für echte Torgefahr konnten die Pfälzer aber trotz einiger guter Ansätze nicht sorgen. Die Vorstellung der Gäste war auch nach einer Stunde enttäuschend.

Die Braunschweiger Führung durch Boland fiel aus dem Nichts. In der Nachspielzeit scheiterte der eingewechselte Robert Glatzel aus wenigen Metern an Torwart Jasmin Fejzic. Wenige Minuten zuvor traf Braunschweigs Julius Biada das leere Tor nicht.

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