vergrößernverkleinern
1. FC Union Berlin v SpVgg Greuther Fuerth - Second Bundesliga
Jens Keller und Union Berlin mussten in letzter Minute einen Rückschlag hinnehmen © Getty Images

Düsseldorf - Die Eisernen sehen in Düsseldorf schon wie der sichere Sieger aus. Doch ein Joker-Tor in letzter Minute beschert den Hausherren einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf

Union Berlin hat im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga einen sicher geglaubten Sieg aus den Händen gegeben.

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie wähnten sich die Eisernen im Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf dank einer 2:0-Führung bereits auf der Siegerstraße, doch ein Eigentor von Damir Kreilach (80.) und ein Last-Minute-Treffer von Özkan Yildirim (90.) sorgten für ein am Ende gerechtes 2:2 (1:0).

Alle Highlights der Sonntagsspiele ab 19.00 Uhr LIVE bei SPORT1 in "Hattrick - Die 2. Bundesliga".

Keller hadert mit dem Remis 

"Mit diesem Ende habe ich nicht mehr gerechnet. Das war sehr sehr ärgerlich für uns", sagte Unions Trainer Jens Keller zu SPORT1.

"Das bedeutet jetzt nicht mehr, nicht weniger, als dass wir nur einen Punkt mitgenommen haben nach einer 2:0-Führung."

Die Mannschaft sei es "sicherlich nicht gewohnt mit dieser Situation umzugehen, aber das muss sie lernen, wenn man Großes erreichen will. Nur wer mit Druck umgehen kann, kann Großes erreichen."

Fortuna-Coach Friedhelm Funkel meinte am SPORT1-Mikrofon: "Nach dem Spielverlauf haben wir heute sogar zwei Punkte verschenkt. Entscheidend war heute, wie die Mannschaft nach dem Fehler von Akpoguma reagiert, sofort den Ball aus dem Netz geholt und weiter nach vorne gespielt hat."

Und weiter: "In der Tabelle ist es so eng, da brauchen wir gute Leistungen, auch nach unten ist es sehr eng. Der Mut ist heute belohnt worden, als wir einen Offensiven am Ende noch für einen Defensiven gebracht haben.

Union bleibt Vierter

Union, das vor 24.721 Zuschauern durch Philipp Hosiner (15.) und Kenny Prince Redondo (55.) in Führung gegangen war, bleibt damit Tabellenvierter. (Die Tabelle der 2. Bundesliga)

"Die Enttäuschung ist riesengroß. Das ist sehr, sehr bitter. Wir haben heute über 90 Minuten nicht unser bestes Spiel gemacht, nichtsdestotrotz dürfen wir das Spiel nicht mehr so aus der Hand geben", sagte Hosiner SPORT1. Druck aufgrund der Tabellensituation verspürte er nicht. "Während dem Spiel haben wir überhaupt nicht an die Tabelle gedacht. Wenn man 2:0 führt, darf man das Spiel nicht mehr aus der Hand geben, egal auf welchem Tabellenplatz man steht."

Auch sein Kollege Daniel Mesenhöler war bei SPORT1 natürlich unzufrieden: "Wir haben das Spiel aus der Hand gegeben, durch das Eigentor ist alles gekippt. Wir haben uns die Punkte nehmen lassen. Ich hatte das Gefühl, dass wir das Spiel nach dem 2:0 im Griff haben. Wir müssen jetzt einfach dran bleiben." 

Die Düsseldorfer müssen nach dem neunten Spiel in Folge ohne Heimsieg trotz der erfolgreichen Aufholjagd den Blick weiter nach unten richten. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Keller hatte für die Trendwende sein System von 4-2-3-1 auf 4-4-2 umgestellt und Torjäger Sebastian Polter Hosiner als zweiten Stürmer zur Seite gestellt. Das zahlte sich bereits nach einer Viertelstunde aus, als Hosiner sträflich alleine gelassen von der Düsseldorfer Abwehr aus zehn Metern zum 1:0 einschieben konnte.

Der frühe Rückstand war für die Gastgeber jedoch ein Weckruf, Kapitän Oliver Fink (29.) und Stürmer Rouwen Hennings konnten jedoch ihre guten Torchancen in der ersten Halbzeit nicht verwerten. (Spielplan / Ergebnisse)

Fortuna für Mühen belohnt

Im zweiten Spielabschnitt passierte lange nichts, bis Fortuna-Verteidiger Kevin Akpoguma ein haarsträubender Fehler unterlief, den Redondo zum 2:0 für die Gäste nutzte. Düsseldorf wagte danach etwas mehr nach vorne und wurde belohnt.

"Ich bin sehr froh, mein erstes Tor für Fortuna erzielt zu haben, und dann noch so ein wichtiges 2:2", sagte Fortunas Mittelfeldspieler Özkan Yildirim bei SPORT1.

"Die Mannschaft lebt, kämpft für die Fans, die uns so gut unterstützen und das geben wir auf dem Platz zurück." Er wolle immer seine Leistung bringen, wenn er die Chance bekomme, betonte Yildirim. "Und natürlich will ich immer spielen."

 

 

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel