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1860 und Sandhausen kämpfen noch um den Klassenerhalt © Imago

München - 1860 München kommt gegen den SV Sandhausen nicht über ein Remis hinaus und muss weiter um den Klassenerhalt zittern. Ein spätes Tor schockt die "Löwen".

1860 München hat in der 2. Bundesliga einen eminent wichtigen Heimsieg vergeben.

Durch das unnötige 1:1 (1:0) gegen den SV Sandhausen gerät die Mannschaft von Trainer Vitor Pereira im Abstiegskampf weiter unter Druck und verpasste es, mit dem zehnten Saisonerfolg an den Kurpfälzern in der Tabelle vorbeizuziehen.

Pereira stocksauer

"Natürlich bin ich nicht zufrieden mit einem Punkt. Wir haben eine schreckliche zweite Halbzeit gespielt, waren ängstlich und schlecht", echauffierte sich Pereira bei SPORT1.

"Wir haben nur auf den Schlusspfiff gewartet und dann passiert so etwas. Ich erwarte mehr Persönlichkeit von meiner Mannschaft und mehr Leidenschaft."

Kollege Kenan Kocak war zufrieden. "Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, waren aber in der ersten Halbzeit zu passiv. Die zweite Halbzeit von uns verdient meinen Respekt", sagte der 36-Jährige zu SPORT1.

Spitze gegen 1860

Dann zog der SVS-Coach einen Vergleich zu den Löwen mit ihrem schwerreichen Investor Hasan Ismaik. "Sie müssen die Vereine in Relation sehen. 1860 hat eine ganz andere Philosophie als wir. Wir müssen jeden Cent selbst erarbeiten. Wir haben nicht den breiten Kader wie die Münchner." 

Man habe bisher "eine ordentliche Runde gespielt". Platz zehn sei "momentan gut." Die Sandhäuser müssten sich "nicht verstecken, wir werden weiter arbeiten und hoffentlich Punkte einfahren."

Weiter prekäre Lage für Sandhausen

Auch für den SVS ist die Lage nach dem zehnten sieglosen Spiel nacheinander weiter prekär. (Die Tabelle der 2. Liga)

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte gelang Münchens Defensivmann Kai Bülow (45.+1) per Kopf die Führung nach einem Freistoß von Michael Liendl. Sandhausens Markus Karl (82.) glückte ebenfalls nach einem Freistoß und auch per Kopf der späte Ausgleich. (Alle Ergebnisse im Überblick)

"Wir ärgern uns sehr über dieses Gegentor sehr unnötig. Haben es nicht geschafft bis zum Ende kompakt zu bleiben", sagte Bülow bei SPORT1. "Wir schauen nur auf uns. Heute war es leider nur ein Punkt, aber nächste Woche neue Chance. Wir hatten viele Torchancen und müssen einfach effektiver werden."

Karl mahnt: "Fünf Punkte sind zu wenig" 

Sandhausen-Torschütze Karl meinte am SPORT1-Mikrofon: "Wir wollten unbedingt einen Punkt mitnehmen, wollten nicht verlieren und haben das geschafft. Fünf Punkte sind zu wenig Vorsprung, wir müssen auf jeden Fall so weitermachen."

Die Löwen haben damit nur ein schmales Punktepolster auf die Teams im Tabellenkeller und den Klassenverbleib noch längst nicht sicher.

Die Leistung am Ostersonntag war phasenweise überzeugend, Sechzig nutzte vor 17.600 Zuschauern aber seine Chancen nicht konsequent.  (LIVETICKER zum Nachlesen)

Eine längere Durststrecke als derzeit hatte die Elf von Trainer Kenan Kocak in der zweiten Liga noch nicht erlebt. Die Auswirkungen der Krise waren klar zu spüren, viele Ballverluste und dadurch wenig Kombinationsfluss brachten die Sandhäuser immer wieder außer Tritt.

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