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Valdet Rama (l.) brachte die Würzburger Kickers in Führung © Imago

In einem engen Frankenderby reicht es für die Würzburger Kickers gegen Nürnberg nur zu einem Unentschieden. Die Kickers sind damit seit 13 Spielen ohne Sieg.

Aufsteiger Würzburger Kickers hat auch im 13. Versuch den ersten Sieg in der Rückrunde der Zweiten Bundesliga verpasst und steckt weiter im Abstiegskampf.

Zum wiederholten Male kassierte die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach, der knapp zehn Minuten vor dem Schlusspfiff wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen wurde, einen späten Gegentreffer und musste sich beim 1:1 (1:0) gegen den 1. FC Nürnberg mit dem schon sechsten Unentschieden der zweiten Halbserie begnügen. (Alle Ergebnisse im Überblick)

Kickers müssen weiter zittern

"Joker" Cedric Teuchert (80.) glich für den schwachen Club die Würzburger Führung von Valdet Rama (10.) aus. "Ich bin froh, dass ich das Tor treffe. Wir sind gut ins Spiel gekommen und bekommen dann das Gegentor. Aber nichts desto trotz sind wir mit dem Punkt zufrieden", so Teuchert nach dem Spiel.

Von Trainer Michael Köllner gab's nach dem Spiel Sonderlob für den Torschützen: "Cedric ist ein extrem wichtiger Spieler und jetzt wird er langsam wieder fit."

Nürnberg (39 Punkte) hat jetzt sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und acht auf den ersten Abstiegsrang.

"Das war ein klares Foul vor dem Gegentor. Der Schiri meinte, ich soll das Spielfeld verlassen. Bis dahin hatten wir uns eigentlich gut verstanden", beschwerte sich Bernd Hollerbach nach dem Spiel bei SPORT1.

Würzburg muss nach 13 Spielen ohne Sieg weiter zittern, die Kickers sind punktgleich mit Erzgebirge Aue auf Rang 16 und nur zwei Punkte besser als Arminia Bielefeld auf Rang 17. (Die Tabelle der 2. Liga)

In der Rückrunde musste Würzburg bereits den neunten Gegentreffer in den letzten zehn Spielminuten hinnehmen.

"Aufgeben ist keine Option"

"Wir hatten Chancen zum 2:0, die wir nicht gemacht haben. In den letzten 15 Minuten haben wir sehr viele Tore kassiert, aber wir glauben fest daran, dass wir mit dieser Mannschaft den Klassenerhalt schaffen", sagte Torschütze Rama nach dem Spiel bei SPORT1.

"Wir hatten gute Möglichkeiten den Sack zu zu machen. Es war aber ein klasse Derby. Es ist nur ein bisschen ärgerlich, dass wir uns nicht belohnt haben", ergänzte Kickers-Coach Hollerbach: "Ergebnisse interessieren mich nicht, sondern nur die Art und Weise, wie wir auftreten. Wir sind noch im Rennen und Aufgeben ist keine Option."

Nürnberg kam besser in die Partie, besaß eine gute Chance durch Constant Djakpa (3.), verlor nach dem überraschenden Rückstand beim ersten Angriff der Gastgeber jedoch die Kontrolle.

Die Kickers waren nach einer Viertelstunde die aggressivere Mannschaft, der Club ließ sich ein wenig den Schneid abkaufen und geriet bei den bekannt langen Bällen der Würzburger wiederholt in Verlegenheit.

Jeweils nach Eckbällen hätte der Club durch Tobias Kempe (44.) und Georg Margreitter (45.) ausgleichen können, Jörg Siebenhandl reagierte zweimal prächtig. (Liveticker zum Nachlesen)

"Wir wollten was mitnehmen. Einen 0:1-Rückstand in Würzburg aufzuholen, ist fast unmöglich. Umso glücklicher sind wir, dass wir hier den Punkt mitnehmen", bewertete Nürnberg-Trainer Michael Köllner die Partie.

Besser wurde das Spiel danach nicht, an der Tagesordnung waren vielmehr ruppige Zweikämpfe mit zum Teil groben Fouls, viele Fehlpässe und weitere Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten.

Pech hatte der Club, dass ihm bei einem Handspiel von Sebastian Neumann (65.) ein Elfmeter verweigert wurde.

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