St. Pauli Fans Millerntor

FC St. Pauli - der Kultverein aus dem Norden

Die Geschichte des Hamburger Traditionsvereins geht bis ins Jahr 1907 zurück. Damals wurde bereits zusammen mit dem Hamburg St. Pauli Turnverein Fußball gespielt; allerdings gab es zu dieser Zeit noch keinen geregelten Spielbetrieb. Erst drei Jahre später, im Jahre 1910, trat der Verein dem Norddeutschen Fußball-Verband bei. 1911 wurden die ersten Punktspiele bestritten und über eine Dekade später, nämlich im Jahr 1924, trennte man sich endgültig vom gleichnamigen Turnverein und gründete einen reinen Fußballclub den FC St. Pauli.

Fußballleidenschaft am Rande der Reeperbahn

Die Spielstätte des FC St. Pauli befindet sich in unmittelbarer Nähe des Hamburger Rotlichtviertels, der sündigsten Meile der Welt. Das Millerntor-Stadion wurde nach einem ehemaligen Hamburger Stadttor benannt, in dessen Nähe es sich befindet. Das Stadion bietet Platz für knapp 30.000 Zuschauer und verfügt neben einer Kindertagesstätte, dem Piraten-Nest, auch über einen außergewöhnlichen VIP-Bereich. Dort wird Currywurst mittels einer Spielzeugeisenbahn serviert. Auf der Jahreshauptversammlung im November 2007 wurde beschlossen, den Stadionnamen nicht zu Zwecken des Sponsorings zu verkaufen. Ein wichtiger Teil des Vereins ist außerdem die große Fangemeinde, die bereits mehrere Rekorde aufstellte: Zum Beispiel hatte der Verein in der Saison 2003/2004 als Regionalligist mit über 17.000 Zuschauern einen höheren Besucherschnitt als jeder Zweitligaverein.

Berühmte ehemalige Spieler des FC St. Pauli

Zwar gehört der FC St. Pauli nicht zu den Vereinen, die große nationale Erfolge feiern konnten, dafür entstammen seinen Reihen jedoch mehrere Nationalspieler. Unter anderem spielten Alfred Beck, Karl Miller, Ingo Porges und Christian Rahn während ihrer Zeit beim deutschlandweit bekannten Kiezclub für die Deutsche Nationalmannschaft. Aber auch mehrere ausländische Nationalspieler waren Teil der Mannschaft aus Hamburg. Der norwegische Nationalspieler Tore Pedersen spielte zwei Jahre am Millerntor und der kroatische Nationalspieler und späterer Doublesieger mit Werder Bremen, Ivan Klasni?, war im Jugend- und Profibereich Teil des Kaders. Der ehemalige Kapitän der bosnischen Nationalmannschaft, Zlatan Bajramovi?, wurde ebenfalls in der Jugendabteilung des Vereins gefördert und kehrte im Jahr als 2012 als Co-Trainer der zweiten Mannschaft nach Hamburg zurück später verließ er den Verein jedoch und wechselte zum HSV. Eine eher traurige Berühmtheit erlangte der ehemalige Abwehrspieler Walter Frosch. Er spielte sechs Jahre für den Hamburger Traditionsverein und galt als der Fußballspieler mit den meisten gelben Karten in einer Saison.

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