Wolfgang Holzhäuser outet sich als Fan von Ganzkörperkontrollen und löst eine Bewegung aus. Eine sehr ernste Pressemitteilung.

Am 11. Dezember 2012 erklärte Wolfgang Holzhäuser: "Ich bin ein großer Fan von Ganzkörperkontrollen - nur nicht als obligatorische Maßnahme."

Der Geschäftsführer von Bayer Leverkusen konstituierte damit die Kampagne ?Ganzkörperkontrollen (als nicht obligatorische Maßnahme) legalisieren - Emotionen respektieren".

Keine Woche ist seither vergangen, Erfolge können wir aber bereits vorweisen.

In den Stadien gab es zwischen Dienstag und Donnerstag durch den Einfluss der Kampagne deutlich weniger obligatorische Ganzkörperkontrollen, ein signifikant erhöhter Prozentsatz wurde dagegen sicher auf den Tribünen durchgeführt.

© Sport1

Die Medien haben ebenso erkannt, dass Ganzkörperkontrollen nicht nur in anderen Ländern gut aussehen und tolle Atmosphäre erzeugen.

Auch die Verbände haben sich unseren Ideen gegenüber aufgeschlossen gezeigt. Mehrfach wurden Vertreter der Initiative eingeladen, um die Möglichkeiten einer Legalisierung zu besprechen.

Wir sahen uns auf gutem Weg, mit den Vorurteilen aufzuräumen, mit denen wir Fans von Ganzkörperkontrollen ? als nicht-obligatorische Maßnahme ? immer wieder konfrontiert werden.

Anders als zumeist dargestellt sind wir keine stumpfen, unreflektierten Ganzkörperkontrollomanen.

Wir sind im Sinne unseres Gründungspatrons Fans von Ganzkörperkontrollen, die nicht als obligatorische Maßnahme erfolgen, sondern als ein freiwilliger, bewusster Akt, der aus unserer Sicht zu einem intensiven, stimmungsvollen Stadionerlebnis einfach dazu gehört.

Und es ist gerade unser Anliegen, jene Hardliner einzuhegen, deren Ziel lautet, die unkontrollierte Ganzkörperkontrollen über die gesamte Spielzeit hinweg fordern.

Umso bedauerlicher ist es nun, dass die DFL nun ohne Absprache mit unserer Vereinigung ein Sicherheitspapier verabschiedet, in dem von Ganzkörperkontrollen ? als nicht-obligatorische Maßnahme ? keine Rede mehr ist.

In dem es stattdessen heißt, diese seien ?in keinem Fall vorgesehen?.

Besagtes Papier stellt somit das Ende der Ganzkörperkontrollen-(als-nicht-obligatorische-Maßnahme)-Fankultur, wie wir sie kennen, dar.

Ob der Weg zurück an den Verhandlungstisch möglich ist, lässt sich aktuell nicht mit Sicherheit sagen.

Klar ist aber, dass Ganzkörperkontrollen immer ein Ausdruck von Emotionen sein werden.

Ebenso klar ist aber auch, dass wir weiter nach einer Legalisierung streben werden.

Unser Ziel bleibt somit eindeutig: Holzhäuserung (als nicht-obligatorische Maßnahme) für alle!