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Kevin-Prince Boateng verließ 2013 den Platz wegen rassistischen Beschimpfungen

Nach dem Vorbild von Bundesliga-Star Kevin-Prince Boateng hat ein Kreisliga-Team aus Castrop-Rauxel ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt.

Die Mannschaft von Eintracht Ickern/Yeni Genclikspor ging einem Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" zufolge im Punktspiel beim Herner Nachbarklub SC Constantin aus Protest gegen fremdenfeindliche Beleidigungen 15 Minuten vor Spielschluss bei Stand von 1:3 vom Platz.

"Wir wurden von Zuschauern, Spielern und Trainer aus dem Herner Lager permanent rassistisch beleidigt", begründete Eintracht-Yeni-Coach Sinasi Özbek die spektakuläre Aktion seines Teams.

Seitens des Gegners waren bis Montagmittag keine Stellungnahmen zu den Vorwürfen bekannt.

Boateng hatte Anfang 2013 durch eine vergleichbare Reaktion auf rassistische Beschimpfungen weltweit für Aufsehen gesorgt.

Noch in Diensten des italienischen Spitzenklubs AC Mailand brach der inzwischen für Ickerns benachbarten Bundesligisten Schalke 04 spielende Ghanaer in einem Testspiel bei einem Amateur-Klub ein Dribbling ab, drosch den Ball auf die Tribüne, zog sein Trikot aus und ging vom Platz.

Die Mitspieler des Halbbruders von Weltmeister Jerome Boateng folgten ihrem Kollegen aus Solidarität in die Kabine.

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