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Guus Hiddink (2.v.l.) trainierte bereits fünf Nationalmannschaften

München - Der Bondscoach der Niederlande kann seinen Job nur mit einem Sieg gegen Lettland retten. Auch die Schweiz muss gewinnen.

2016 in Frankreich nehmen zum ersten Mal 24 Mannschaften an einer Europameisterschaft teil.

Vor allem aus den großen Fußball-Nationen wurde daraufhin heftige Kritik am neuen Modus laut. Wenn nun selbst Gruppendritte die Endrunde erreichen könnten, würde sich in der Qualifikation schnell die große Langeweile breitmachen.

Mittlerweile aber dürfte manch großer Verband froh sein über die neue Regelung. Denn die ersten drei Spieltage hielten nicht nur für die DFB-Auswahl die eine oder andere böse Überraschung parat.

Auch in den anderen Gruppen hinken die Favoriten der Spitze hinterher.

In den Niederlanden geht es am vierten Spieltag sogar schon um die Zukunft des gerade erst inthronisierten Bondscoaches Guus Hiddink.

SPORT1 gibt einen Überblick über die interessantesten Spiele (DATENCENTER: Die EM-Qualifikation).

Gruppe A:

Verliert die Niederlande auch das Heimspiel am Sonntag gegen Lettland, wird Nationaltrainer Guus Hiddink seinen Rücktritt verkünden. Das hatte er bereits Anfang November offiziell angekündigt.

Selbst bei einem Unentschieden wäre die zweite Amtszeit des 68-Jährigen, der erst nach der WM die Nachfolge von Louis van Gaal angetreten hatte, wohl schon wieder beendet.

Mit gerade einmal drei Punkten liegt Oranje nur auf dem dritten Platz und hat auf das Führungsduo Island und Tschechien bereits sechs Zähler Rückstand. Die beiden Erstplatzierten treffen in Pilsen am Sonntag direkt aufeinander.

Gruppe E:

Auch die Schweiz droht in ihrer Gruppe, den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren. Nach Niederlagen gegen England und in Slowenien stehen die Eidgenossen - bei der WM noch im Achtelfinale knapp an Vizeweltmeister Argentinien gescheitert - nur auf Platz vier.

Im Heimspiel gegen Litauen muss deshalb unbedingt ein Sieg her. Wenn nicht, dürfte es auch in der Schweiz bald eine Debatte um den Trainer geben.

Die Parallele zu den Niederlanden: Auch bei der "Nati" gab es zwischen WM und EM-Qualifikation einen Trainerwechsel. Vladimir Petkovic übernahm von Ottmar Hitzfeld.

Gruppe F:

An den Zauber der Europameisterschaft von vor zehn Jahren erinnert in Griechenland schon lange nichts mehr. Nun aber droht den Hellenen zum ersten Mal seit 2000 schon das Aus in der Quali.

Ein mageres Pünktchen ergatterte das Team von Trainer Claudio Ranieri in den ersten drei Spielen. Gegen Rumänien und Nordirland verlor der Europameister von 2004 zu Hause.

Gegen die Färöer ist also am Freitag ein Sieg absolute Pflicht. Ansonsten ist der Zug nach Frankreich schon abgefahren, bevor die Qualifikation in ihre entscheidende Phase geht.

Gruppe G:

Während die Nachbarn aus der Schweiz um die Qualifikation zittern müssen, hinterließ Österreich an den ersten drei Spieltagen einen überraschend starken Eindruck.

Mit sieben Punkten thront der Co-Gastgeber der EM 2008, der sich seit 1998 nicht mehr für ein großes Turnier qualifizieren konnte, vor den Favoriten Russland und Schweden.

Doch ausgerechnet im Top-Spiel der Gruppe gegen die zweitplatzierten Russen am Samstag fällt ihr bislang stärkster Spieler aus. Bayern-Star David Alaba steht wegen eines Teilrisses am Innenband nicht zur Verfügung.

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