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Markus Frank, Olaf Cunitz, Wolfgang Niersbach und Helmut Sandrock (v.l.) unterzeichneten die Verträge

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Stadt Frankfurt/Main haben den Weg für den Bau des DFB-Leistungszentrums endgültig frei gemacht.

Der Verband hat wie geplant am Mittwoch das von der Stadt angebotene Gelände der Galopprennbahn erworben.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, Generalsekretär Helmut Sandrock sowie der Frankfurter Bürgermeister Olaf Cunitz und der Sportdezernent Markus Frank unterzeichneten in der DFB-Zentrale den verabredeten Erbbauvertrag mit einer Laufzeit von 99 Jahren.

Der kapitalisierte Erbbauzins für das 15 Hektar große Areal plus die Erweiterungsoption von fünf Hektar an der Frankfurter Kennedyallee beträgt 6,835 Millionen Euro. Die Zahlung wird mit der Übergabe des Geländes an den DFB am 1. Januar 2016 fällig.

"Die Unterzeichnung des Erbbauvertrages ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur DFB-Akademie. Jetzt sind die formalen Voraussetzungen erfüllt, um mit der konkreten Realisierung dieses großen Zukunftsprojektes zu beginnen", sagte Niersbach: "Unser Dank gilt der Stadt Frankfurt am Main, die sich als fairer Verhandlungspartner gezeigt und uns den idealen Standort für unser ambitioniertes Vorhaben angeboten hat."

Auch Cunitz war mit dem Abschluss zufrieden. "Ich bin überzeugt, dass die DFB-Akademie ein Gewinn sowohl für den Fußball als auch für die Stadt Frankfurt am Main darstellen wird", äußerte der Bürgermeister: "Sie ist eine sichtbare Investition in die Zukunft des Verbandes und damit auch ein herausragendes Projekt für die Stadt."

Abgeschlossen ist inzwischen auch die Bewerbungsphase des weltweiten Architektenwettbewerbs, der neben der Akademie auch die Gestaltung der neuen DFB-Zentrale zum Inhalt hat. Insgesamt 213 Bewerbungen, darunter auch zahlreiche aus dem Ausland, sind in den vergangenen Wochen eingegangen.

"Die vielen Bewerbungen zeigen, wie interessant und wie hoch das Prestige dieses Projektes ist", sagte Sandrock: "Aus den eingegangenen Bewerbungen haben wir in einem ersten Schritt 30 Büros, davon 18 aus Deutschland, für den Wettbewerb ausgewählt."

In den kommenden Wochen entwickeln die Architekten ihre Ideen. Am 9. Februar sollen die 30 Entwürfe einer Jury präsentiert werden. Die Entscheidung über die Vergabe fällt am 18. Mai 2015.

Das Bauprojekt für die Akademie, den integrierten Verwaltungstrakt und die Errichtung eines Ausrüstungs-Depots ist mit Kosten in Höhe von 89 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierung des Vorhabens stellt der DFB aus Eigenmitteln sicher. Dazu kommen Zuschüsse des Weltverbands FIFA und der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

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