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Martin Volkmar-Einwurf-Jahresrückblick-Weltmeister
© SPORT1

2014 bringt den lange ersehnten WM-Titel - und damit neue Helden hervor. Der Erfolg muss aber auch Ansporn für 2015 sein.

Wenn man in diesen Tagen in den zahlreichen Jahresrückblicken wieder die Bilder sieht, kehren die Erinnerungen an den grandiosen Sommer zurück.

Sechs Wochen hat das ganze Land gezittert, gehofft und gebangt, bis zum erlösenden Abpfiff am Abend des 13. Juli in Rio de Janeiro. Es sind viele deutsche Fußball-Helden geboren worden in diesem WM-Finale gegen Argentinien, allen voran Matchwinner Mario Götze, Torwart-Wand Manuel Neuer und der unzerstörbare Bastian Schweinsteiger.

24 Jahre hat Deutschland auf diesen vierten Weltmeister-Titel warten müssen und bis zum schon jetzt historischen 7:1 im Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien waren die Skeptiker in der Mehrheit gewesen.

Nun aber blickt der deutsche Fußball auf ein grandioses Jahr zurück mit einer Nationalmannschaft als Weltranglistenerstem, die noch lange nicht an ihrem Zenit angekommen ist. Und mit der wirtschaftlich gesundesten Liga der Welt mit den besten Stadien und den meisten Zuschauern.

Wie zur Bestätigung für die Dominanz überstanden erstmals alle vier Champions-League-Teilnehmer und beide Europa-League-Starter die Gruppenphase.

Da passt es ins Bild, dass bei der World Football Gala der FIFA am 12. Januar in Zürich in allen vier individuellen Wahlen (Spieler, Spielerin, Trainer, Trainerin des Jahres) Deutsche gute Chancen auf den Sieg haben.

Allerdings kann der Abend im Kongresshaus auch mit einer Niederlage im wichtigsten Wettbewerb enden, denn Manuel Neuer ist im Rennen um den Ballon d?Or nur Außenseiter gegen Cristiano Ronaldo.

Und schon im Achtelfinale der Champions League könnte das Bundesliga-Quartett auf einen einzigen Klub schrumpfen: den FC Bayern München

Der deutsche Rekordmeister ist der einzige Verein, der mit den absoluten europäischen Spitzenteams auf Augenhöhe ist.

In der vergangenen Saison war die Elf von Neuer, Götze und Schweinsteiger jedoch gegen Real Madrid mit Ronaldo im Halbfinale chancenlos und schied mit einem Gesamtergebnis von 0:5 aus.

Und selbst die Nationalmannschaft hat nach dem schlechtesten Start ihrer Historie in eine Qualifikation ein schweres Jahr vor sich, um sich noch sicher für die EM 2016 zu qualifizieren.

Nach dem grandiosen Jahr 2014 stehen die nächsten Herausforderungen bereits vor der Tür. Denn im Fußball zählen die Erfolge der Vergangenheit im Hier und Jetzt nichts mehr. Beispiele dafür gibt es genug, man muss nur Spaniens Nationalcoach Vicente del Bosque fragen.

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