vergrößernverkleinern
FBL-WC-2014-FIFA-CONGRESS-BRAZIL
Chef-Ermittler Michael Garcia tritt von seinem Posten bei der FIFA zurück. © Getty Images

Der ehemalige US-Bundesanwalt Michael Garcia ist als Chefermittler des Weltverbandes FIFA zurückgetreten.

Der Amerikaner reagierte damit auf die Ablehnung seines Einspruchs gegen die Auswertung seiner Untersuchung der Korruptionsvorwürfe bei der WM-Vergaben 2018 und 2022. "Meine Rolle in diesem Prozess ist zu Ende", teilte Garcia am Mittwoch mit und bemängelte "fehlende Führung in der FIFA in diesen Fragen".

Garcia zog damit die Konsequenz aus der Entscheidung der FIFA-Berufungskommission.

Sie hatte am Dienstag seinen Einspruch als "unzulässig" zurückgewiesen. Garcia hatte als Chef der Untersuchungskammer der Ethikkommission in den vergangenen Jahren einen Bericht zu den WM-Vergaben 2018 an Russland und 2022 an Katar erstellt. Der deutsche Richter Hans-Joachim Eckert fand jedoch als Vorsitzender der Ethikkommission keine stichhaltigen Beweise für Korruption.

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter reagierte "überrascht" auf den Rücktritt. "Die Arbeit der Ethikkommission geht nichtsdestotrotz weiter", erklärte Blatter und ergänzte mit Blick auf die Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees am Donnerstag und Freitag in Marrakesch/Marokko: "Sie wird ein zentraler Teil der Diskussionen in den nächsten beiden Tagen sein."

Michel Platini, Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), kritisierte: "Wir wollten Transparenz, aber dies ist ein erneutes Versagen der FIFA."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel