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Christoph Daum
Christoph Daum war bis März 2014 Trainer des türkischen Erstligisten Bursaspor Kulübü © getty

Der frühere Bundesligatrainer Christoph Daum macht sich zu Beginn des neuen Jahres auch Gedanken über seinen früheren Widersacher Uli Hoeneß.

Der ehemalige Bayern-Präsident soll im Januar im Rahmen seiner Haftstrafe Freigänger werden und beim FC Bayern in der Jugend arbeiten.

"Uli Hoeneß verfügt über so viel Wissen und Fachkompetenz, dass er in vielen Bereichen des Fußballs gewinnbringend eingesetzt werden kann", sagte Daum im Gespräch mit SPORT1.

"Ich freue mich einfach nur darüber, dass bei ihm ein Stück Normalität einkehrt. Von Stigmatisierung und Ausgrenzung habe ich noch nie etwas gehalten."

Die Maßnahme, dass Hoeneß als Freigänger wieder arbeiten darf, sieht Daum positiv. "Das basiert alles auf einer Rechtsgrundlage, die unseren Staat auszeichnet", sagte der 61-Jährige.

Daum stört sich daran, dass in der Öffentlichkeit von einer bevorzugten Behandlung bei Hoeneß gesprochen wird. "Man kann wirklich nicht davon sprechen, dass Uli Hoeneß bisher in irgendeiner Form einen Bonus gehabt hat. Alle zuständigen Gremien werden drei Mal die Rechtmäßigkeit gewisser Entscheidungen überprüfen, bevor sie gewissen Dingen im Rahmen der Rechtsstaatlichkeit zustimmen."

Daum fügte an: "Insofern freue ich mich, wenn es für Uli Hoeneß den Schritt in die Normalität gibt und er über eine Hafterleichterung beweisen kann, dass er Vertrauen und Glaubwürdigkeit zurückgewinnen kann. Das kannst du nicht, wenn du weggeschlossen bist."

Daum war zuletzt von August 2013 bis März 2014 Trainer des türkischen Erstligisten Bursaspor Kulübü. Momentan ist er ohne Job.

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