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Hoyzer beim Freizeit-Kick
Robert Hoyzer wurde zu 750.000 Euro Schadensersatz für den DFB verklagt

Zehn Jahre nach dem Manipulationsskandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer muss der ehemalige Unparteiische offenbar kaum noch verbale Attacken verkraften.

 "Es is viel ruhiger geworden. Klar gibt es auch mal was zu hören, aber das muss ich einstecken können. Heute ist es mir einfach egal und berührt mich nicht mehr", sagte der mittlerweile 35-Jährige der "Sportbild".

Am 22. Januar 2005 gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bekannt, dass der Kontrollausschuss gegen den damals 25 Jahre alten Referee ermittelt. Kurz darauf kam heraus, dass Hoyzer mehrere Zweitligapartien sowie das Pokalspiel zwischen dem damaligen Drittligisten SC Paderborn und dem Hamburger SV manipuliert hatte.

"Getrieben von Oberflächlichkeit, persönlicher Unreife, dem Streben nach Ansehen, Schönheit, Geld, Lifestyle und Autos fliegt dir dein eigenes Leben irgendwann um die Ohren", nannte Hoyzer als Gründe für seine Tat: "Ich habe meine Lektionen bekommen - Ende."

Hoyzer wurde zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten ohne Bewährung verurteilt. Er trat diese am 18. Mai 2007 an, wurde 2008 wegen guter Führung aber vorzeitig entlassen. Außergerichtlich hatte der Ex-Schiedsrichter gegenüber dem DFB zudem einen Schadenersatz in Höhe von 750.000 Euro anerkannt. Allerdings muss Hoyzer nur 126.000 Euro in Raten zahlen.

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