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Egidius Braun war von 1992 bis 2001 DFB-Präsident © imago

Egidius Braun vollendet sein 90. Lebensjahr. Der Aachener war von 1992 bis 2001 Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Initiator der sozialen Aktivitäten des größten Sportfachverbandes der Welt (6,8 Millionen Mitglieder).

Nach der WM 1986 in Mexiko gründete Braun mit Unterstützung zahlreicher Nationalspieler wie Rudi Völler, Hans-Peter Briegel oder Toni Schumacher die Mexiko-Hilfe. "Fußball ist mehr als ein 1:0" wurde zum Lebensmotto Brauns, der in den 1960er Jahren als Schiedsrichter bis zur Bezirksliga gepfiffen hatte.

Die sozialen Aktivitäten des DFB wurden später in der DFB-Stiftung Egidius Braun gebündelt. Der ehemalige Kartoffel-Großhändler war jahrelang Schatzmeister der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und sorgte bei der Vergabe der WM 2006 im Jahr 2000 dafür, dass die DFB-Bewerbung alle acht Stimmen der europäischen Vertreter im Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA erhielt. Braun ist ein langjähriger Freund des früheren UEFA-Präsidenten Lennart Johansson.

Aufgrund eines Schlaganfalls zog sich Braun Anfang des neuen Millenniums mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurück. Der Vater von zwei Söhnen lebt nach wie vor mit seiner Ehefrau Marianne in Aachen. Aufgrund seiner großen Aktivitäten wurde er unter anderem mit hohen Auszeichnungen in Mexiko und Bulgarien geehrt.

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