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Theo Zwanziger war Präsident des DFB
Theo Zwanziger ist aktuell noch Mitglied im Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA © Getty Images

Das mit Spannung erwartete erste öffentliche Zusammentreffen von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (64) mit seinem Vorgänger Theo Zwanziger (69) nach den jüngsten Querelen kam am Freitag nicht zustande.

Bei der Feier zum 90. Geburtstag von DFB-Ehrenpräsident Egidius Braun fehlte überraschend Zwanziger, der zuletzt die Vergütungsregelung für Niersbach angeprangert und deshalb die Ethikkommission des Weltverbandes FIFA eingeschaltet hatte.

Zwanziger war am Freitag zum Empfang in der Sportschule Hennef beim Stelldichein der deutschen Fußball-Familie vermisst worden. Dabei galt Braun immer als Zwanzigers Mentor, der den Weg des Juristen aus Altendiez an die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit geebnet hatte.

Nach Medien-Informationen hatte Zwanziger, bis Ende Mai noch Mitglied im Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA, bereits im Dezember 2014 für die Braun-Feierstunde abgesagt.

Es gilt als sicher, dass für Zwanziger Niersbach auf dem FIFA-Kongress in Zürich in die "Regierung" des Weltfußballs nachrückt. Das Verhalten von Zwanziger im Dauerzwist mit Niersbach war bereits mehrfach von hohen Vertretern des DFB und der Deutschen Fußball Liga (DFL) missbilligt worden.

Die Reise nach Hennef am Freitag hatten neben Niersbach und Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball unter anderem auch der UEFA-Ehrenpräsident Lennart Johansson aus Schweden, DFB-Ehrenpräsident Gerhard Mayer-Vorfelder sowie der ehemalige ukrainische Verbands-Chef Grigori Surkis angetreten.

Auch die 74er-Weltmeister Franz Beckenbauer, Wolfgang Overath und Berti Vogts sowie die Ex-Nationalspieler Hans-Peter Briegel, Toni Schumacher, Thomas Berthold und Rudi Völler waren zu Ehren Brauns erschienen.

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