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Rene Schnitzler FC St. Pauli v Greuther Fuerth - 2. Bundesliga
Rene Schnitzler im Trikot des FC St. Pauli © Getty Images

Der ehemalige Profi Rene Schnitzler muss wegen seiner Verwicklung in den Fußball-Wettskandal von 2008 eine drastische Strafe befürchten.

In dem Prozess vor dem Bochumer Landgericht hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag zwei Jahre Haft auf Bewährung für den früheren Spieler vom Zweitligisten FC St. Pauli beantragt.

Schnitzler wird zur Last gelegt, etwa 100.000 Euro vom niederländischen Wettanbieter Paulus R. angenommen zu haben, um insgesamt vier Spiele der Hamburger zu manipulieren.

Unter Verdacht stehen die Partien des FC St. Pauli am 11. Mai 2008 gegen Alemannia Aachen, am 26. September 2008 gegen Hansa Rostock sowie am 18. Mai 2008 und 23. November 2008 gegen den FSV Mainz 05.

Laut Anklage sollten die Kiezkicker die genannten Spiele allesamt verlieren, einmal mit mindestens zwei Toren Unterschied. Bis auf die letzte Partie sind die angeblich vereinbarten Spielausgänge auch eingetreten.

Schnitzler bestritt seine Beteiligung an Spielmanipulationen und beantragte Freispruch, da er niemals auf den Spielausgang Einfluss genommen habe. Nicht geklärt ist zudem, ob er seinerzeit auch gegen seinen eigenen Verein gewettet hat. Der 30-Jährige bestreitet das.

Nach Bekanntwerden des Wettskandals im Jahr 2010 war er allerdings vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) bereits für zweieinhalb Jahre gesperrt worden. Damit war seine Profikarriere, die bei Borussia Mönchengladbach begonnen hatte, beendet. Seine Spielsucht hat Schnitzler vor den Richtern in Bochum aber zugegeben, seit seinem 18. Lebensjahr habe er "täglich gezockt".

Gegen einen weiteren Angeklagten beantragte das Bochumer Landgericht ein Jahr und zehn Monate Haft auf Bewährung. Das Strafverfahren gegen den ehemaligen Pauli-Spieler Björn Brunnemann war zuvor gegen Zahlung von 2000 Euro bereits eingestellt worden. Die Urteile sollen am Donnerstag gesprochen werden.

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