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Rene Schnitzler im Trikot des FC St. Pauli
Rene Schnitzler im Trikot des FC St. Pauli © Getty Images

Der frühere Profi Rene Schnitzler hat zum Auftakt des neuerlichen Wettskandal-Prozesses von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht.

Der 30-Jährige, der 2008 im Trikot des FC St. Pauli an Wettbetrügereien beteiligt gewesen sein soll, wollte sich vor dem Bochumer Landgericht am Dienstag zu den Vorwürfen gegen ihn nicht äußern.

Der frühere Zweitliga-Spieler soll 100.000 Euro von der Wettmafia erhalten haben, um Spiele der Hamburger im Unterhaus zu verschieben.

Schnitzler soll Wettschulden gehabt haben, die ihn in die Arme der Wettmafia getrieben haben. Der heutige Trainer des Rheydter SV soll dann versucht haben, über Spielmanipulationen seine Schulden zu begleichen. Dabei geht es um Spiele gegen Alemannia Aachen, Hansa Rostock und den 1. FSV Mainz 05.

Schnitzler hatte zuvor preisgegeben, dass er seit seinem 18. Lebensjahr täglich gezockt und auch in illegalen Spielkasinos sein Glück gesucht habe.

Ebenso sind ein weiterer Ex-Profi von St. Pauli und der mutmaßliche Wettpate Paulus R. aus den Niederlanden, der zum Prozessauftakt einräumte, dass die Anklage im Großen und Ganzen stimme, und eine vierte Person angeklagt.

Schnitzler war vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) 2010 bereits wegen seiner Verwicklung in der Wettskandal für zweieinhalb Jahre gesperrt worden, was gleichbedeutend mit dem Ende seiner Profikarriere war. Ende April werden die Urteile in Bochum erwartet.

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