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Chelseas Cesc Fabregas holt sich bei der 0:3-Blamage gegen West Brom eine unfassbar dumme Rote Karte ab.

Nach einer Rudelbildung bolzt der Spanier aus zehn Metern unmotiviert in einen Pulk aus Spielern von West Brom um Schiedsrichter Mike Jones - und trifft West Broms Chris Brunt am Kopf. Glatt Rot nach 29 Minuten. Nicht der erste massive Aussetzer im Fußball.

SPORT1 zeigt die dümmsten Roten Karten:

Einsame Spitze ist auch der Platzverweis, den sich Samuel Inkoom von Dnipro Dnipropetrovsk im ukrainischen Ligaspiel gegen FC Vorskla Poltava abholt.

Der Stürmer aus Ghana soll ausgewechselt werden und zieht auf dem Weg zur Seitenlinie schon mal sein Trikot aus und sieht dafür Gelb - dumm nur, dass er schon vorher verwarnt war. Konsequenz: Gelb-Rot, Dnipropetrovsk muss mit einem Mann weniger weiterspielen.

2003 liegt Bayern im Auswärtsspiel bei Hansa Rostock kurz vor Schluss 2:3 zurück. Torhüter Oliver Kahn geht bei einer Ecke mit nach vorne, um den Ausgleich zu erzwingen. Der Ball landet auch im Tor - allerdings boxt der "Titan" die Kugel in die Maschen.

Weil der Keeper zuvor schon Gelb gesehen hatte, fliegt er mit der Ampelkarte vom Platz. Hinterher meint Kahn nur: "Ich dachte im Strafraum darf ich mit den Fäusten an den Ball...".

Auxerres Jean-Pascal Mignot muss in der Champions League nicht einmal eingewechselt werden, um vom Platz zu fliegen.

Wegen Schiedsrichterbeleidigung in der Nachspielzeit der Partie (!) zeigt Referee Olegario Benquerenca dem Franzosen beim Aufwärmen Rot.

Einen Intelligenzpreis wird auch Yoav Ziv von Maccabi Tel-Aviv nicht gewinnen. Im Europa-League-Spiel gegen Stoke kickt der Israeli frustriert seine Schuh in Richtung des Assistenten - und trifft ihn am Hintern. Alle Entschuldigungsversuche helfen nichts, 

Schiedsrichter Anastasios Kakos schickt Ziv vom Platz.

Paul Scholes macht es 2008 im europäischen Supercup gegen Zenit St Petersburg ähnlich wie Kahn.

Nach einer Ecke schmettert der Mittelfeldspieler von Champions-League-Sieger Manchester United den Ball in bester Volleyball-Manier ins Tor - und darf mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche.

Die Mutter aller Tätlichkeiten darf natürlich auch nicht fehlen: Unfassbar dumm ist der heftige Kopfstoß von Zinedine Zidane gegen Marco Materazzi 2006 vor allem deshalb, weil der Franzose im WM-Finale sein Team mit dem Platzverweis nicht nur um den Titel bringt, sondern im letzten Spiel seiner Karriere auch sein Andenken beschädigt.

Spieler des Turniers wird Zidane trotzdem...

Enfant terrible Joey Barton will 2012 gegen Manchester City die Rote Karte mit aller Macht.

Erst nagelt der Profi von den Queens Park Rangers Carlos Tevez mit einem Ellenbogenschlag um, tritt dann in der folgenden Rudelbilung Sergio Agüero von hinten brutal in die Hacken und verpasst zu guter letzt Vincent Kompany noch einen Kopfstoß. 

Bei so viel Engagement sagt Schiedsrichter Mike Dean natürlich nicht Nein und erhört Bartons Flehen nach der Roten Karte.

Wayne Rooney klatscht 2005 im Champions-League-Spiel gegen Villarreal nach einer Gelben Karte hämischen Applaus für Schiedsrichter Kim Milton Nielsen - keine gute Idee, so direkt vor dem Referee.

Nielsen muss die Gelbe gar nicht erst wieder in die Tasche stecken und schickt Rooney vom Feld.

Javier Mascherano sieht 2013 in der WM-Quali gegen Ecuardor Rot - so weit, so gewöhnlich. Immerhin hat der Argentinier in seiner Karriere sechs Platzverweise kassiert. Aber der Grund ist kurios: Mascherano wird nach einer Verletzung im Golfkart vom Platz gefahren - und tritt dem Sanitäter zweimal in den Rücken.

Warum? "Ich habe ihn gebeten, nicht zu schnell zu fahren, aber er hat meine Worte ignoriert, und darauf habe ich reagiert", erklärt Mascherano hinterher.

Nicht immer muss man nach Aktionen gegen das andere Team vom Platz, beweisen Lee Bowyer und Kieron Dyer von Newcastle 2005. Beim Stand von 0:3 gegen Aston Villa attackiert Bowyer den Teamkollegen, beide liefern sich eine ordentliche Prügelei auf dem Feld.

Der Schiedsrichter stellt beide Streithähne vom Platz, Bowyer bekommt von Newcastle die Rekord-Geldstrafe von umgerechnet 375.000 Euro.

Eine Rote Karte hätte eigentlich auch Kameruns Benoit Assou-Ekotto verdient gehabt, nachdem er bei der WM seinem eigenen Mitspieler Benjamin Moukandjo eine Kopfnuss verpasst und von Teamkollegen weggezerrt werden muss.

Die Aktion bleibt aber ungeahnded, im Kabinengang kommt es fast erneut zur Rangelei.

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