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Die FIFA wird zu Reformen gedrängt
Die FIFA steht wegen der Vergabe der WM 2022 an Katar in der Kritik © Getty Images

Die FIFA-Großsponsoren Coca-Cola und Visa haben angesichts der anhaltenden Berichte über Menschenrechtsverstöße im WM-Gastgeberland Katar den Druck auf den Fußball-Weltverband erhöht.

"Wir erwarten, dass die FIFA diese Probleme weiterhin ernst nimmt und auf weitere Fortschritte hinarbeitet", teilte der amerikanische Getränkekonzern am Mittwoch mit. In einer Stellungnahme des Kreditunternehmens Visa hieß es: "Wir sind nach wie vor besorgt über die Berichte aus Katar."

Weiter heißt es in dem Statement: "Wir haben unsere tiefe Besorgnis gegenüber der FIFA zum Ausdruck gebracht und fordern sie dringend auf, alle notwendigen Maßnahmen zur Lösung der Situation auszuarbeiten."

Visa hatte zuletzt bereits die fehlende Transparenz bei der FIFA kritisiert. Dabei ging es um den Zustand des Verbandes wegen der Untersuchungen zu Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit der Vergabe der WM-Endrunden 2018 an Russland und 2022 an Katar.

Katar hatte zuletzt immer wieder auf die vermeintlich großen Fortschritte im Arbeitsrecht verwiesen, die auch die FIFA sehe. Zudem seien die tödlichen Unfälle, die die Weltöffentlichkeit seit Monaten immer wieder schockieren, nicht auf direkten WM-Baustellen geschehen.

Ende 2014 waren mit Sony und Emirates bereits zwei langjährige Sponsoren aus der Partnerschaft mit der FIFA ausgetreten.

Grund waren nach offiziellen Angaben strategische Überlegungen der Unternehmen. Spekulationen, dass die Sponsoren auch wegen der Probleme des Verbandes ihre auslaufenden Verträge nicht mehr verlängerten, halten sich jedoch hartnäckig.

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