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Martin Schulz (r.) ist Präsident des Europäischen Parlaments © Getty Images

Der SPD-Politiker Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, setzt sich im Kampf für mehr Transparenz und gegen Korruption im Fußball-Weltverband FIFA für eine Offenlegung der Gehälter und Aufwandsentschädigungen der Funktionäre ein.

"Die FIFA sollte dem Beispiel des IOC folgen", sagte der aus Würselen stammende Schulz der Sport Bild.

Der Sozialdemokrat kann sich auch gut vorstellen, den größeren Verbänden in der FIFA mehr Macht bei wichtigen Entscheidungen zu geben.

"Vielleicht könnte man über eine Art Stimmengewichtung mit fallender Proportionalität nachdenken - wobei allerdings gewährleistet werden müsste, dass die kleineren Verbände auch gehört werden und nicht das Prinzip 'Wer zahlt, schafft an' gilt." Im Augenblick hat jeder der 209 Mitgliedsverbände der FIFA eine Stimme im Kongress.

Zur geplanten FIFA-Strukturreform sagte Schulz: "Ich empfehle, externen Rat einzuholen von jemandem, der sich mit dem Kampf gegen Korruption auskennt."

Die FIFA war in den letzten Wochen und Monaten immer tiefer in einen Korruptionssumpf gestürzt. FIFA-Präsident Joseph S. Blatter wurde zwar auf dem Kongress in Zürich Ende Mai in seine fünfte Amtszeit gewählt, kündigte allerdings knapp vier Tage später seinen Rücktritt an.

Der Nachfolger soll auf einem Außerordentlichen FIFA-Kongress in Zürich in einigen Monaten gewählt werden.

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