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Theo Zwanziger sagt: Er wollte Reformen bei der FIFA durchsetzen
Theo Zwanziger bezeichnete die Fußball-WM in Katar als "ein Krebsgeschwür des Weltfußballs“ © Getty Images

Der anhaltende Streit zwischen dem Fußballverband Katars und dem ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger wird vor dem Landgericht in Düsseldorf verhandelt.

Wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag bestätigte, wurde der erste Verhandlungstermin für die Unterlassungsklage des WM-Gastgebers von 2022 auf den 2. Februar 2016 (10.30 Uhr) terminiert. Das persönliche Erscheinen Zwanzigers sei nicht angeordnet.

Hintergrund der Klage ist eine von Zwanziger nicht abgegebene Unterlassungserklärung, die Katars Verband bereits im Juni eingefordert hatte. Dabei geht es um Zwanzigers in verschiedenen Medien getroffene Aussage, Katar sei "ein Krebsgeschwür des Weltfußballs".

In einer früheren Mitteilung hatte die Botschaft Katars in Berlin Zwanzigers Äußerungen über Katar bereits als "nicht hinnehmbare Verleumdung und Herabwürdigung seiner Bürger und staatlichen Gemeinschaft beziehungsweise seiner Mitglieder" bezeichnet.

Als die Klage im Juli öffentlich wurde, gab sich Zwanziger bereits gelassen. "Sie sollen das tun, was sie nicht lassen können. Es reiht sich ein in die Fehleinschätzungen der Katarer, die wir seit Jahren verfolgen", sagte der 70-Jährige bei FAZ.net. Zwanziger war im Mai turnusgemäß aus dem Vorstand des Weltverbandes FIFA ausgeschieden und hält derzeit keine Funktion mehr als Fußballfunktionär.

Zwanziger hatte die Vergabe der WM 2022 an das Emirat stets kritisiert und dabei neben den Korruptionsvorwürfen auch die Menschenrechtsfrage in den Mittelpunkt seiner Bedenken gestellt. Katar muss sich seit einiger Zeit gegen Vorwürfe von Menschenrechtsorganisationen wehren, die weiterhin eine Ausbeutung von Gastarbeitern auf den Baustellen des Landes sehen.

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