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UEFA-Chef Michel Platini fühlt sich aufgrund der 1,8-Millionen-Euro-Zahlung von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter für vergangene Beraterdienste aus dem Jahr 2011 zu Unrecht an den Pranger gestellt.

"Der Präsident glaubt, dass er ausreichende Erklärungen abgegeben hat. Es gibt nichts zu ergänzen, er ist überzeugt, dass er nichts falsch gemacht hat. Deshalb muss er sich auch nicht öffentlich rechtfertigen im Moment", sagte UEFA-Sprecher Pedro Pinto auf einem Kongress in London.

Platini hatte in einem AFP-Interview betont, dass "kein Zweifel" an seiner Integrität bestehe, da er die Zahlung rechtmäßig als Honorar für eine Tätigkeit "zwischen 1998 und 2002 als Angestellter der FIFA" erhalten habe. Die ausgezahlte Summe sei der Restbetrag des vereinbarten Honorars gewesen, nachdem erste Teilbeträge gezahlt worden waren.

Die bei der FIFA erzielten Einkommen "habe ich den zuständigen Behörden vollumfänglich und wie gesetzlich vorgeschrieben deklariert", hatte der UEFA-Chef in einem Brief an seine Verbände, die ihn geschlossen bei der noch nicht gecancelten FIFA-Wahl am 26. Februar 2016 unterstützen sollen, geschrieben.

Von seiner Entscheidung, sich um die Nachfolge von FIFA-Amtsinhaber Blatter (79/Schweiz) zu bewerben, will Platini nicht abrücken. Er betonte: "Ich bin immer noch entschlossen, für das Präsidenten-Amt der FIFA zu kandidieren, damit ich die Führungsreformen, die zur Wiederherstellung der Ordnung und Glaubwürdigkeit des Weltfußballs notwendig sind, veranlassen kann."

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