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Rainer Koch ist Interimspräsident des DFB
Rainer Koch verkündete die kurzfristigen Pläne des DFB für die Aufklärung des Skandals © Getty Images

Wer soll Nachfolger des zurückgetretenen Wolfgang Niersbach werden? Über diese Frage will der DFB am kommenden Freitag beraten. Franz Beckenbauer wird erneut befragt.

Der DFB wird am kommenden Freitag zu einer Präsidiumssitzung zusammenkommen und sich dabei im Optimalfall auf einen Präsidentschaftskandidaten einigen.

"Wir werden dabei die Marschroute festlegen, wie schnell es einen Präsidenten geben wird", sagte Rainer Koch (56), der den Verband nach dem Rücktritt von Wolfgang Niersbach gemeinsam mit Reinhard Rauball (68) interimsmäßig führt, der ARD. Koch, Präsident des Bayerischen (BFV) und Süddeutschen Fußball-Verbandes (BFV), glaubt zudem an ein einstimmiges Votum der Amateure.

Derweil bestätigte Rauball, dass "Franz Beckenbauer über sein Büro Kontakt mit uns aufgenommen und erklärt hat, er sei bereit, den Verantwortlichen Rede und Antwort zu stehen". Man sei aber der Meinung, dass "es zunächst einen zweiten Termin bei Freshfields (dem unabhängigen Aufklärer, d. Red.) geben muss." Heißt: Beckenbauers Ansinnen, zunächst dem DFB sein Wissen darzulegen, stößt nicht auf Gegenliebe.

Rauball und Koch versprachen derweil lückenlose Aufklärung. "Am Ende des Prozesses wird es einen Abschlussbericht von Freshfields geben, und der wird nicht in Schubladen verschwinden. Wir werden sehr transparent aufklären", erklärte Koch.

Und Rauball sagte: "Wir wollen möglicherweise schon am Montag die Steuerunterlagen den Finanzbehörden zur Verfügung stellen. Wir werden alles zur Verfügung stellen, was wir zur Verfügung haben, um den Eindruck zu vermeiden, dass etwas zurückgehalten wird."

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