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Sepp Blatter
Sepp Blatter wurde am 8. Oktober für 90 Tage suspendiert © Getty Images

Der suspendierte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter will seine Sperre durch die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes weiterhin nicht akzeptieren.

Die von ihm ins Leben gerufene Kommission hätte ihn nicht sperren dürfen, sagte der 79-Jährige am Mittwochabend im Schweizer Fernsehen, denn sie dürfe nur Funktionäre suspendieren.

"Ich bin aber kein Funktionär der FIFA, ich bin der vom Kongress gewählte Präsident", sagte Blatter: "Wenn man mit meiner Amtsführung nicht einverstanden ist, dann muss sich der Kongress, der mich gewählt hat, darum kümmern."

"Habe nichts Falsches gemacht"

Die Suspendierung sei überdies grundsätzlich "eine Demütigung für den FIFA-Präsidenten, ob ich es nun bin oder jemand anderes". Er sehe sich zudem nicht in der Situation, dass er seine Unschuld beweisen müsse: "Ich bin mir nicht bewusst, dass ich etwas Falsches gemacht habe."

Mit Äußerungen in weiteren Schweizer Medien legte Blatter anschließend nach und stilisierte sich zu einem zu Unrecht Verfolgten. "Als guter Christ muss ich sagen: Was die Ethikkommission mit mir macht, ist wie eine Inquisition", wurde Blatter zitiert.

Wie UEFA-Präsident Michel Platini war Blatter am 8. Oktober wegen einer dubiosen Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken (1,8 Millionen Euro) von der Ethikkommission für 90 Tage gesperrt worden. Mittlerweile hat die rechtsprechende Kammer der Ethikkommission ein formelles Verfahren gegen das Duo eingeleitet.

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