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Günter Netzer
Günter Netzer war als Botschafter für die WM 2006 tätig © Getty Images

Der frühere WM-Botschafter will weiter juristische Schritte gegen den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger einleiten. Außerdem soll Netzer bei den Ermittlern ausgesagt haben.

Der frühere WM-Botschafter Günter Netzer hält im Zuge der WM-Affäre an seiner Klage gegen den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger fest. Das berichtet der Express.

Zwanziger hatte behauptet, Netzer hätte bei einem Treffen 2012 in Zürich die Bestechung von vier asiatischen FIFA-Funktionären gestanden.

Da Zwanziger eine Frist zur Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung verstreichen lies, will Netzer nun gerichtlich gegen den ehemaligen DFB-Boss vorgehen.

Außerdem soll Netzer bereits am Samstag den externen Ermittlern der Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer Rede und Antwort gestanden haben.

Nach Express-Informationen fand das Gespräch in der Kölner Kanzlei Höcker statt. Am vergangenen Freitag hatte Netzers Anwalt Lucas Brost erklärt, Netzer habe den Kontakt zum früheren adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus hergestellt.

Die Aussage bezieht sich auf Dreyfus' Forderung aus dem Jahr 2004 nach Rückzahlung eines mutmaßlich zwei Jahre zuvor gewährten Darlehens über 6,7 Millionen Euro.

Der Europameister von 1972 wehrt sich vehement gegen die öffentlichen Darstellungen des Ex-DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, Netzer habe ihm erklärt, mit dem mutmaßlichen Millionendarlehen seien die vier asiatischen Stimmen für die WM-Vergabe im Juli 2000 gekauft worden. Zwanziger weigerte sich, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen.

Netzer besteht darauf, "von der Vorgeschichte oder dem vermeintlichen Darlehen nichts gewusst zu haben", sagte Brost: "Er sieht sich nicht als Hauptprotagonisten an. In diese Rolle wurde er erst von Theo Zwanziger gedrängt." Die Klageschrift werde laut Express derzeit von der Kanzlei Höcker ausgearbeitet.

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