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Rainer Koch
Rainer Koch bildet mit Reinhard Rauball das DFB-Interimspräsidium © Getty Images

Bei der Aufarbeitung der WM-Affäre im Deutschen Fußball-Bund (DFB) setzt Interims-Verbandschef Rainer Koch das Prinzip Gründlichkeit vor Schnelligkeit an oberste Stelle.

Der Abschlussbericht der vom DFB mit der internen Aufklärung beauftragten Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer solle "so schnell wie möglich fertig" werden und man auch hoffe auf einen Termin bis Weihnachten, "aber wenn es dann doch bis Anfang oder Mitte Januar dauert, müssen wir auch zufrieden sein", erklärte Koch im ZDF.

Die Fertigstellung, sagte Koch weiter, sei auch abhängig davon, dass sich wichtige Zeugen für Befragungen oder erneute Aussagen gegenüber den Freshfields-Ermittlern anbieten. Koch: "Ganz wichtig ist, dass der Vorgang transparent dargelegt werden muss, der Bericht umfassend ist und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird."

Der Jurist, nach dem Rücktritt von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zusammen mit Liga-Präsident Reinhard Rauball vorübergehend an der Verbandsspitze, kündigte zugleich Reformen der DFB-Strukturen an.

"Das Kernproblem ist, dass wir ein Versagen der Kontrollmechanismen festzustellen haben. Es ist möglich gewesen, dass viele, viele Erkenntnisse über einen ganz langen Zeitraum hinweg nur bei wenigen Personen vorhanden waren", sagte Koch und fügte hinzu, dass "wir alle im Präsidialausschuss von diesen Dingen nichts gewusst haben".

Entsprechend werde auf der DFB-Präsidiumssitzung am Freitag auch "besprochen, dass wir die Kontrollmechanismen deutlich verbessern müssen".

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