vergrößernverkleinern
Yusupha Yaffa
Yusupha Yaffa kam von Eintracht Frankfurt zum MSV Duisburg © Imago

Duisburg und München - Nach der Anklage wegen Urkundenfälschung stellt sich der MSV Duisburg bei SPORT1 hinter seinen U23-Spieler und will vorerst keine Konsequenzen ziehen.

Yusupha Yaffa muss wegen des Betrugsvorwurfs um sein wahres Alter seitens seines Vereins zunächst keine Konsequenzen befürchten.

"Er wird bis zum Prozess normal weiter bei uns trainieren und spielen, es sei denn, es ergibt sich bis dahin eine neue Faktenlage", sagte Martin Haltermann, Pressesprecher des MSV Duisburg, zu SPORT1.

"Im Moment ist die Faktenlage so: Es gibt eine Klage, mehr nicht. An anderen Spekulationen beteiligen wir uns nicht."

Anklage wegen Urkundenfälschung

Yaffa wird von der Einwanderungsbehörde in Cueno, wohin er aus Gambia gekommen war, wegen Urkundenfälschung angeklagt, wie Haltermann bestätigte.

Dem Stürmer der Duisburger U23 wird vorgeworfen, ein falsches Geburtsdatum angegeben zu haben. Statt am 31. Dezember 1996 soll er tatsächlich am 14. November 1987 geboren sein.

"Der Ausweis ist echt"

"Der Ausweis ist echt, und er hat uns versichert, dass 1996 korrekt ist, aber wir müssen natürlich abwarten, was diese Verhandlung ergibt", erklärte Haltermann. "Danach können wir über mögliche Konsequenzen sprechen. Auf Verdacht jetzt eine Entscheidung zu treffen, ist nicht gesund."

Als wäre das nicht genug, muss sich Yaffa auch noch wegen eines Vergewaltigungsvorwurfes vor Gericht verantworten. Aktuell muss er sich deswegen wöchentlich bei der Polizei in Frankfurt melden.

Sollte sich die falsche Altersangabe bestätigen, könnte der Stürmer eine viel höhere Strafe bekommen, da der nicht mehr nach Jugendstrafrecht verhandelt würde. Im schlimmsten Fall drohen ihm drei Jahre Haft.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel