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Gianni Infantino ist neuer Präsident der FIFA
Gianni Infantino ist neuer Präsident der FIFA © Getty Images

Gianni Infantino wird zum neuen Präsidenten der FIFA gewählt. Die Entscheidung fällt allerdings erst im zweiten Wahlgang. Der TICKER zum Kongress in Zürich zum Nachlesen.

Beim Außerordentlichen Kongress der FIFA in Zürich wurde der Nachfolger des früheren FIFA-Präsidenten Sepp Blatter gewählt. Gianni Infantino setzte sich im zweiten Wahlgang durch.

Der TICKER zum Kongress zum Nachlesen.

+++ DFB-Spitze begrüßt Infantino-Wahl +++

DFB-Interimspräsident Rainer Koch hat die Wahl von Gianni Infantino zum neuen Boss des Fußball-Weltverbands FIFA ausdrücklich begrüßt.

"Wir sind froh und erleichtert, dass Gianni Infantino gewonnen hat und der europäische Fußball weiter starken Einfluss nehmen kann", sagte Koch: "Zusammen mit dem Reformpaket macht das Mut und gibt Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Aber es gibt viel zu tun."

Ähnlich äußerte sich der frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

"Das war ein guter Tag für die FIFA, vielleicht sogar ein historischer, dass muss die Zukunft zeigen. Die Arbeit ist noch nicht beendet, sie beginnt mit dem heutigen Tag erst richtig", sagte das Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees: "Ich bin froh, dass der aus meiner Sicht beste Kandidat gewonnen hat. Ich traue Gianni zu, dass ihm die Wende in Sachen Ansehen und Glaubwürdigkeit der FIFA gelingt."

+++ Infantinos wichtigste Aussagen +++

"Ich möchte der Präsident von allen 209 Mitgliedsverbänden sein, und gemeinsam werden wir den Ruf der FIFA und die Achtung vor der FIFA wiederherstellen."

"Ich möchte mit allen zusammenarbeiten, um eine neue Ära einzuläuten. Eine Ära, in der der Fußball wieder im Zentrum steht."

"Die FIFA hat eine Krisenzeit hinter sich. Aber das ist jetzt vorbei. Wir werden die Reformen umsetzen und wir werden mit Hingabe arbeiten."

+++ Die Präsidenten im Überblick +++

Zwischem dem Dorf von Ex-Präsident Sepp Blatter und dem des neuen Mannes an der Spitze des Fußball-Weltverbandes liegen gerade mal sieben Minuten Busfahrt. Es bleibt zu hoffen, dass nicht noch mehr Parallelen auftauchen.

+++ Die Präsidenten im Überblick +++

1904 - 1906: Robert Guerin (Frankreich)

1906 - 1918: Daniel Burley Woolfall (England)

1921 - 1954: Jules Rimet (Frankreich)

1954 - 1955: Rodolphe William Seeldrayers (Belgien)

1956 - 1961: Arthur Drewy (England)

1961 - 1974: Sir Stanley Rous (England)

1974 - 1998: Joao Havelange (Brasilien)

1998 bis 2015: Joseph S. Blatter (Schweiz/seit 8. Oktober 2015 für sechs Jahre gesperrt)

Interims-Präsident bis 26. Februar 2016: Issa Hayatou (Kamerun)

Seit 26. Februar 2016: Gianni Infantino (Schweiz)

+++ Der neue FIFA-Boss im Steckbrief +++

Gianni Infantino. - Geboren am 23. März 1970 in Brig (Schweiz). - Familie: verheiratet, Vater von vier Kinder. - Ausbildung: Jurastudium an der Universität Fribourg/Schweiz. - Funktionärskarriere: UEFA-Mitarbeiter seit 2000. Vorsitz der UEFA-Rechts- und Klublizenzierungsabteilung 2004 bis 2007. UEFA-Generalsekretär 2009 bis 2016. Mitglied im FIFA-Reformkomitee 2015 bis 2016. FIFA-Präsident seit dem 26. Februar 2016.

+++ Schluss mit traurigen Zeiten +++

Mit einem "Ooof" begann Infantino seines Siegesrede, Tränen konnte er nur schwer zurückhalten. "Ich kann meine Gefühle derzeit nicht beschreiben."

"Wir wollen den Respekt der FIFA wiederherstellen. Die FIFA ist durch traurige Zeiten gegangen. Aber diese Zeiten sind vorbei. Wir müssen nach vorne blicken", erklärte Infantino, der zuvor von Konkurrent Scheich Salman umarmt wurde.

Der Fußball soll wieder ins Zentrum gerückt werden.

+++ Infantino schlägt Scheich Salman +++

Infantino, bisheriger Generalsekretär der Europäischen Fußball-Union (UEFA), beerbt damit den gesperrten Joseph S. Blatter (79), der 17 Jahre lang an der FIFA-Spitze gestanden hatte.

Infantino setzte sich während des FIFA-Kongresses im Zürcher Hallenstadion im zweiten Wahlgang mit 115 der abgegebenen Stimmen gegen Asiens Verbandschef Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (50/Bahrain), Prinz Ali bin Al Hussein (40/Jordanien) und Jérôme Champagne (57/Frankreich) durch. Der Südafrikaner Tokyo Sexwale (62) hatte in letzter Minute zurückgezogen.

+++ Infantino neuer Präsident +++

Gianni Infantino hat es geschafft! Infantino setzt sich im zweiten Wahlgang durch!

Gianni Infantino 115 Stimmen

Scheich Salman 88 Stimmen

Prinz Ali 4 Stimmen

Jerome Champagne 0 Stimmen

+++ Zweiter Wahlgang beendet +++

So, alle 207 Delegierten haben zum zweiten Mal ihre Stimme abgegeben. Jetzt beginnt die Zählerei von neuem. Gibt es einen neuen Präsidenten oder einen dritten Wahlgang?

+++ O wie Oman +++

Langsam neigt sich auch der zweite Wahlgang dem Ende entgegen. 104 Stimmen muss ein Kandidat bekommen, um zum FIFA-Präsidenten gewählt zu werden. Infantino fehlten nach der ersten Runde 16 Stimmen, Scheich Salman 19.

+++ Infantinos Versprechen +++

Infantino hatte versprochen, bei einem Sieg am ersten Tag seiner Amtszeit ein Fußballspiel im Hauptquartier der FIFA zu veranstalten. Wer dabei gegen den Ball tritt, ist allerdings nicht bekannt. Vielleicht erklären sich ja ein paar Delegierte bereit...

+++ Richter Eckert fordert weitere Reformen +++

Hans-Joachim Eckert, Vorsitzender der rechtsprechenden Kammer der FIFA-Ethikkommission, hat den Fußball-Weltverband nach der Verabschiedung des umfangreichen Reformpakets beim Kongress in Zürich zu weiteren Neuerungen aufgefordert. 

"Die FIFA ist mit Sicherheit noch nicht fertig mit den Reformen. Was beschlossen wurde, ist okay, es gibt aber noch Verbesserungsbedarf", sagte Eckert der FAZ: "Die Frage ist, wer wird darauf achten, dass die Reformen umgesetzt werden?"

+++ Entscheidet Prinz Ali? +++

Prinz Ali könnte zum Zünglein an der Waage werden.

Denn der Jordanier und sein Team wollen offenbar definitiv verhindern, dass Scheich Salman zum Präsidenten gewählt wird. Wandern dessen Stimmen (zumindest 16) - auf welchem Wege auch immer - am Ende zu Infantino, hätte dieser die absolute Mehrheit inne und Salman das Nachsehen.

+++ Zweiter Durchgang läuft +++

Um 16.23 Uhr begann der zweite Wahlgang, zu dem alle vier Kandidaten erneut antraten. Es deutet sich aber ein Zweikampf zwischen Infantino und Scheich Salman an. Der zweite Durchgang ist inzwischen übrigens bei C wie Colombia angelangt.

+++ Blatter meldet sich zu Wort +++

Auch der Ex-Präsident hat noch etwas zu sagen. Am Tag seiner endgültigen Ablösung als Präsident des Fußball-Weltverbandes will Joseph S. Blatter (Schweiz) seinen künftigen Platz in den FIFA-Annalen gefunden haben. "Ich werde immer ein Präsident sein", sagte der 79-Jährige in einem Interview mit der New York Times mit bekannter Selbstgerechtigkeit.

Trotz aller Geschehnisse und Vorwürfe sei er ein "glücklicher Mann. Für mich ist jeder Tag ein Fest." Beneidenswert.

+++ Alles auf Anfang +++

Nun geht es also für die vier Kandidaten und die 207 Delegierten der stimmberechtigten FIFA-Nationalverbände in die zweite Runde. Vom zweiten Wahlgang an scheidet jeweils der Kandidat mit den wenigsten Stimmen aus. Nun würden allerdings 104 Stimmen zum Sieg reichen. 

Einen zweiten Wahlgang gab es zuletzt 1974, damals setzte sich Joao Havelange (Brasilien) gegen den Engländer Stanley Rous durch.

Alles auf Anfang, bei A geht es wieder los.

+++ Champagne abgeschlagen +++

Jerome Champagne dürfte dieses Ergebnis nicht besonders erfreut haben. Die Kameras fingen den französischen Kandidaten nun dabei ein, wie er eifrig auf seinem Handy tippt.

+++ Sexwale schießt Selfies +++

Tokyo Sexwale hat sich bereits vor dem ersten Wahlgang aus dem Rennen verabschiedet. Das hindert ihn aber nicht daran, nun mit anderen Vertretern gut gelaunt Bilder zu machen bzw von sich machen zu lassen.

+++ Das Ergebnis ist da +++

Gianni Infantino hat im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten. Doch 88 Stimmen sind nicht genug für die 2/3-Mehrheit. Deswegen geht die Präsidentschaftswahl der FIFA in die zweite Runde.

Im zweiten Wahlgang reicht nun die absolute Mehrheit (über 50 Prozent) der abgegebenen und gültigen Stimmen. In der ersten Runde zählten alle Stimmen.

Die Verteilung der Stimmen im ersten Wahlgang:

Gianni Infantino: 88
Scheich Salman: 85
Prinz Ali: 27
Jerome Champagne: 7

+++ Stimmenzählung läuft +++

Die Stimmenzählung ist weiterhin voll im Gange. Die verantwortlichen Herren sitzen an einem Tisch und widmen sich den mächtigen Zetteln.

138 von 207 Stimmen braucht ein Kandidat, will er sich im ersten Wahlgang durchsetzen.

+++ Erster Wahlgang beendet +++

So, nun bahnt sich die Entscheidung an. Der erste Wahlgang ist beendet, alle Länder haben ihre Stimme abgegeben. Hat ein Kandidat die 2/3-Mehrheit erhalten?

+++ Auszählen, aufbewahren und ab in den Abfall +++

U wie Usbekistan! Nachdem alle Länder abgestimmt haben, wird Interimsgeneralsekretär Markus Kattner gemeinsam mit Helfern die Wahlzettel auswerten. Anschließend werden sie 100 Tage in versiegelten Umschlägen aufbewahrt, bevor sie vernichtet werden.

+++ Langsam geht die Wahl dem Ende entgegen +++

Es wird übrigens weiterhin fleißig abgestimmt. Inzwischen ist die Abstimmung bei Südafrika angelangt. Es tut sich was!

+++ Grindel gibt Stimme ab +++

Auf der Anzeigetafel leuchtet "Germany" auf. Die Kameras fangen den designierten DFB-Präsidenten Reinhard Grindel bei seiner Feuerprobe ein. Denn Grindel hatte die Aufgabe, die Stimme des DFB abzugeben, die wohl an Gianni Infantino geht.

Denn der Deutsche Fußball-Bund gehört zu den größten Unterstützern des Generalsekretärs der UEFA.

+++ CFU pro Salman? +++

Offenbar stimmt die Caribbean Football Union für Sheikh Salman.

+++ B wie Botswana +++

Schenkt man dem spektakulären Livestream der FIFA Glauben, sind wir bei der Wahl inzwischen bei Botswana angelangt. Bis das Ergebnis feststeht, kann es also noch eine Weile dauern.

+++ Abstimmung beginnt +++

Der erste Wahlgang startet. Die Mitglieder wählen nur mit geheimen Stimmzetteln. Die Kandidaten benötigen im ersten Wahlgang eine Zweidrittelmehrheit von 138 Stimmen, um sofort zum FIFA-Präsidenten gewählt zu werden. Ab den zweiten Wahlgang genügt die absolute Mehrheit.

+++ Sexwale zieht zurück +++

Der erste Kandidat nimmt seinen Hut aus dem Ring! Tokyo Sexwale wird nicht zur Wahl antreten.

"Ich habe eine Überraschung für euch. Meine Kampagne endet heute. Ich ziehe zurück und lasse euch mit vier Leuten", so der 62-Jährige, der als chancenlos galt.

Sexwale sei der "Kandidat, der vier Leute zusammenbringt. Es ist nicht der richtige Zeitpunkt, um ein Feuer im eigenen Haus anzuzünden."

Der Südafrikaner fordert, dass das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückgewonnen werden muss. "Die FIFA kann die unglaubliche Organisation sein, die sie zu Beginn war", so Sexwale.

Somit bleiben lediglich Generalsekretär Gianni Infantino von der Europäischen Fußball-Union (45/Schweiz), Asiens Verbandschef Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (50/Bahrain), Prinz Ali bin Al Hussein (40/Jordanien) und Jérôme Champagne (57/Frankreich) im Rennen.

+++ Kandidaten melden sich zu Wort +++

Aktuell präsentieren die Präsidentschaftskandidaten ihre letzten Reden. Auf dem offiziellen Kanal der FIFA auf Youtube sind zudem letzte Interviews und Einschätzungen zu sehen.

+++ FIFA verabschiedet Reformpaket +++

Der Kongress des Fußball-Weltverbands FIFA hat sein Reformpaket verabschiedet und ist damit den ersten großen Schritt aus der Krise gegangen. Die 207 stimmberechtigten FIFA-Mitglieder in Zürich stimmten mit einer großen Mehrheit von 89 Prozent (179) der Nationalverbände für die Änderung der Statuten.

Das Paket umfasst unter anderem eine Gewaltenteilung, die Entmachtung des zuvor allmächtigen FIFA-Präsidenten, die Offenlegung der Spitzengehälter sowie Integritäts- und Eignungschecks für alle Mitglieder des neuen FIFA-Aufsichtsrats, der künftig das Exekutivkomitee ersetzt. Inkrafttreten werden die Reformen 60 Tage nach dem Kongress.

GEWALTENTEILUNG

Das derzeit allmächtige Exekutivkomitee wird in eine Art Aufsichtsrat mit mehr Mitgliedern (36 statt 24, darunter mindestens sechs Frauen) umgewandelt - und entmachtet. Das operative Geschäfte liegt komplett in den Händen des Generalsekretariats. Der neue Generalsekretär wird dadurch zum mächtigen CEO. Haken: Er wird weiterhin vom nur noch repräsentativen Präsidenten vorgeschlagen. Der neue Rat ("FIFA-Council") ernennt anschließend den Nachfolger des Deutschen Markus Kattner, der momentan übergangsweise die Geschäfte führt, und kann ihn auch entlassen. Mit der Qualität dieses Nachfolgers steht und fällt vieles, was sich die FIFA von der Neuaufstellung verspricht.

INTEGRITÄT

Jedes neue Council-Mitglied (gewählt wird weiterhin in den kontinentalen Konföderationen) muss einen umfangreichen Integritäts- und Eignungscheck bestehen. Dafür gibt es extra eine zuständige Kommission. Für die derzeitigen Mitglieder des Exekutivkomitees gilt das jedoch nicht rückwirkend. Über allem steht in der neuen FIFA-Organisationsstruktur zudem die unabhängige Audit- und Compliance-Kommission, die beispielsweise alle Geldflüsse überwacht.

AMTSZEITBESCHRÄNKUNG

Schluss mit den Langzeitherrschern. Die Funktionäre in den hohen Ämtern dürfen diese lediglich zwölf Jahre behalten (dreimal vierjährige Amtszeiten). Aber auch hier: Das gilt nicht rückwirkend - auch für die Exko-Mitglieder, die gefühlt schon ewig bei der FIFA sind und Skandale mitzuverantworten haben, wird die Uhr auf null gesetzt. Die erste Amtszeit des früheren DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach (65) endet 2019.

FRAUENQUOTE

Im neuen Council sitzen mindestens sechs Frauen (eine pro Konföderation). Zudem wird es entsprechende Passagen in den Statuten geben. Das Ziel des Weltverbands ist eine Quote von um die 30 Prozent.

TRANSPARENZ

Viel zu oft wurde gefragt: "Was verdient Blatter?" Durch die Reformen werden die Gehälter der hohen Amtsträger offengelegt - vielleicht schon für das vergangene Jahr.

+++ Özil positioniert sich +++

Viele prominente Fußballer verfolgen die Wahl mit großem Interesse, einige drücken bestimmten Kandidaten die Daumen. Auch Mesut Özil vom FC Arsenal hat einen Favoriten, wie er bei Twitter zeigt.

"Viel Glück bei der FIFA-Präsidentschaftswahl heute an meinen Freund, Prinz Ali", schrieb der Weltmeister und fügte ein gemeinsames Foto an.

Der Jordanier gilt als bestens vernetzt und wäre laut Michel Platini ein "großartiger Präsident". Gegner behaupten allerdings, Prinz Ali sei zu farblos.

+++ Sandrock tritt ab +++

Am Rande des FIFA-Kongresses gibt es auch beim DFB einen Paukenschlag: Helmut Sandrock ist als Generalsekretär zurückgetreten. Das teilte der DFB am Freitag mit.

"Es ist einfach guter Stil und üblich, wenn bei einer Neuwahl des Präsidenten des DFB dieser auch die Gelegenheit erhält, dem DFB-Bundestag einen neuen Generalsekretär zur Wahl vorzuschlagen. Zum Wohl unseres Fußballsports und des DFB ist es notwendig, dass ein kompletter Neuanfang - auch personell - glaubwürdig und konsequent dokumentiert wird", sagte Sandrock.

Nach SID-Informationen verschickte der 59-Jährige am Freitagmorgen um 9.28 Uhr eine Email an die Mitarbeiter, in der er sich verabschiedete. Sandrock hatte das Amt seit 2012 inne.

+++ Muss die FIFA dem Eishockey weichen? +++

Durch den vorgeschriebenen Wahlmodus könnte sich die heutige Veranstaltung in die Länge ziehen und den Zeitplan im Züricher Hallenstadion durcheinander bringen.

Die Kandidaten benötigen im ersten Wahlgang eine Zweidrittelmehrheit von 138 Stimmen, um sofort zum FIFA-Präsidenten gewählt zu werden. Ab den zweiten Wahlgang genügt die absolute Mehrheit.

Die Wahl könnte sich also bis zum späten Abend hinziehen. Jedoch muss die FIFA die Halle irgendwann verlassen, da dort die Vorbereitungen für das Eishockey-Spiel der ZSC Lions gegen den HC Davos am Samstag beginnen.

Aus Delegationskreisen sei zu hören, dass man im Notfall jeweils einen Vertreter eines jeden Nationalverbandes aus der Halle ins Hauptquartier der FIFA fahre und dort die Wahl fortsetze.

+++ IOC-Boss Bach: "Ein außergewöhnlicher Tag" +++

Der eingeladene IOC-Präsident Thomas Bach weist auf die Wichtigkeit des heutigen Kongresses hin. "Das ist ein außergewöhnlicher Tag. Es wird über die Zukunft des Weltfußballs entschieden", sagte der Deutsche: "Die Glaubwürdigkeit von Sport-Organisationen ist die Grundlage unserer Mission. Es ist kein einfacher Prozess, verlorene Glaubwürdigkeit wiederherzustellen. Ich hoffe, das Siegtor gelingt."

+++ Kongress ist eröffnet +++

Der Geschäftsführende FIFA-Generalsekretär Markus Kattner aus Deutschland eröffnet um 9.39 Uhr den Kongress. Bei dem Kongress geht es um die Wahl eines neuen Präsidenten und die Verabschiedung eines weitreichenden Reformpakets.

"Wir wollen ein neues Kapitel aufschlagen und mit Entschlossenheit den Weg des Wandels gehen", sagt FIFA-Interimspräsident Issa Hayatou aus Kamerun: "Die Augen der Welt ruhen auf uns. Wir möchten die Dinge ins Lot bringen und das Vertrauen wiederherstellen."

+++ Erster Wahlgang beendet +++

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