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Der langjährige Bundesliga-Torhüter kritisiert die heutige Ausbildung junger Spieler, die kaum noch Typen hervorbringe. Vor allem Mario Götze kommt dabei schlecht weg.

Georg Koch hat heftige Kritik an der Nachwuchsarbeit der deutschen Profiklubs geübt.

"Die Spieler leben heute in einer Wohlfühl-Oase. In Leipzig wird für 60 Millionen ein Leistungszentrum gebaut und dann lese ich irgendwo groß, dass die Spieler dort ihre Schuhe ausziehen müssen - da lache ich mich heute kaputt! Sowas war früher für uns selbstverständlich!", sagte der langjährige Bundesliga-Torhüter im Bitburger Fantalk auf SPORT1.

Der 43-Jährige weiter: "Da stimmt doch was nicht. Und genau deswegen haben wir heute auch keine Typen mehr auf dem Platz. Weil wir anders leben und anders erzogen werden."

Ohne starke Persönlichkeiten seien keine Erfolge möglich, wie das Beispiel der WM 2014 in Brasilien zeige.

"Hätten wir damals keine Typen wie Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira oder Manuel Neuer gehabt, die das Spiel leben und wissen, wo sie herkommen, wären wir nie Weltmeister geworden", meinte Koch und schob nach: "Die Mischung muss stimmen, das steht außer Frage. Aber ein Mario Götze würde in der 90. Minute nicht zurück zur Grundlinie laufen und einen Gegner abgrätschen. Nie im Leben! Der hätte nach 50 Metern abgebrochen und gesagt: Ich kann nicht mehr!"

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