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Ivo Hrstic, Chefredakteur Digital bei SPORT1, kommentiert die Lage im Abstiegskampf © SPORT1 / Getty Images

Der Abstiegskampf nimmt Fahrt auf. Ivo Hrstic traut in seinem Kommentar sogar Schlusslicht Hannover 96 die Rettung zu - des Trainers wegen.

Der Abstiegskampf ist wieder spannend, wer hätte das noch vor wenigen Wochen gedacht. Egal, wie die vier Sonntagspartien ausgehen, der "halbe" Spieltag am Samstag brachte die Erkenntnis: Im Bundesligakeller brennt noch Licht.

Das liegt auch an den hartnäckigen Aufsteigern FC Ingolstadt und Darmstadt 98. Beide weigern sich, Punkte und Spiele einfach kampflos abzugeben. Ingolstadt (1:1 in Hamburg) und Darmstadt (2:2 in Bremen) gelangen wichtige Auswärtspunkte.

Das Gejammer der Konkurrenz über eine angeblich destruktive und zuweilen überharte Spielweise kann ich nicht nachvollziehen und klingt eher nach Ausreden. Der von vielen Experten vorhergesagte Einbruch in der Rückrunde bleibt jedenfalls aus. Darmstadt und Ingolstadt ärgern weiter die Konkurrenz - Kompliment!

Vor allem der Auswärtssieg von Hannover 96 beim VfB Stuttgart bringt wieder viel Schwung in den Abstiegskampf (Ergebnisse und Tabelle).

Hannover kämpfte sich zum ersten Sieg für Thomas Schaaf. Die ruhige und bestimmte Art des Routiniers beeindruckt, ich traue ihm und Manager Martin Bader die Rettung zu. Diese geballte Erfahrung ist im Abstiegskampf unbezahlbar.

Eine ähnliche Ruhe wünsche ich auch Werder Bremen, das seit sechs Monaten ohne Heimsieg ist. Dort wächst die Ungeduld und Unzufriedenheit der Fans, mit Recht. Werder kassierte im 26. Bundesligaspiel in Folge mindestens ein Gegentor - Vereinsnegativrekord.

Für Bremen gilt es in der englischen Woche mit den Spielen in Leverkusen und speziell zu Hause gegen Hannover den Absturz auf die Abstiegsränge zu verhindern. Ich erwarte auf jeden Fall einen spannenden Abstiegskampf bis zum Schluss. Es ist nicht mehr dunkel im Tabellenkeller.

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