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Offenbacher Fans stürmten gegen Magdeburg den Platz
Die Polizei befürchtet, Hooligans könnten die EM als Bühne nutzen © Getty Images

Krawalle von Hooligans und Anschläge durch Terroristen sind laut einem internen Polizeibericht eine Gefahr. Für die DFB-Elf und ihre Fans bestünde eine besondere Gefahr.

Die Europameisterschaft in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) könnte von Hooligans und Terroristen als "Bühne" für Krawall und Anschläge missbraucht werden. Dies befürchtet die deutsche Polizei laut eines vertraulichen "Lageberichts" der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS), der dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel vorliegt.  

Für "Krawall-Touristen" sei die EM eine "sehr attraktive Veranstaltung", heißt es in dem Papier. Zur Verhinderung von Gewaltexzessen wie bei der WM 1998 in Frankreich, als bei Ausschreitungen nach einer Partie in Lens der Gendarm Daniel Nivel von Hooligans aus Deutschland fast zu Tode geprügelt worden war, sollen acht szenekundige Beamte während des EM-Zeitraumes in Frankreich arbeiten und die örtlichen Einsatzkräfte mit Informationen versorgen.

Bis Anfang Februar seien zudem bereits bei 29 einschlägig bekannten Personen sogenannte Gefährderansprachen erfolgt.

Mit Blick auf mögliche Terroranschläge islamistisch motivierter Täter besteht laut ZIS-Bericht für die deutsche Nationalmannschaft und ihre Fans eine "anhaltend hohe abstrakte Gefahr".

Ein "erfolgreicher Anschlag auf Mannschaften von 'Kreuzfahrernationen', zu denen Deutschland ebenfalls gezählt wird, hätte dabei besondere Symbolwirkung".

Für islamistische Gruppen könne das Turnier wegen der hohen öffentlichen Wahrnehmung eine "ideale 'Bühne'" darstellen, schreiben die Verfasser des ZIS-Berichtes.

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