Video

Für DFB-Interimspräsident Dr. Rainer Koch ist der neuen FIFA-Präsident Gianni Infantino in der Lage, die nötigen Reformen umzusetzen - und keinesweg nur das kleinere Übel.

Der designierte DFB-Präsident Rainer Koch hat die Wahl von Gianni Infantino zum neuen Präsidenten des Fußball-Weltverbandes FIFA ausdrücklich begrüßt.

"Gianni Infantino ist mit Abstand der beste Kandidat gewesen, der sich zur Wahl gestellt hat. Ich glaube, er wird wirklich in der Lage sein, die beschlossenen Organisationsreformen umzusetzen", sagte Koch am Sonntag im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1.

"Einzige Erfolgsgeschichte"

Keineswegs sei der Schweizer Infantino im Vergleich mit dem unterlegenen Favoriten Scheich Salman Al Ibrahim Al Khalifa aus Bahrain nur das kleinere Übel. "Das sehe ich überhaupt nicht so", sagte Koch.

"Champions League, Europa League, Europameisterschaft - das ist eine einzige Erfolgsgeschichte in den letzten Jahren, die eng verbunden ist mit dem Namen Gianni Infantino", so Koch. Dieser "hochqualifizierte Manager" werde "die guten Leistungen auf die FIFA übertragen".

Generalsekretär gesucht

Ziel müsse nun sein, Ruhe in den skandalumtosten Verband zu bringen, so Koch: "Ganz wichtig ist, dass der Dauerkonflikt der letzten Jahre zwischen der UEFA, auch dem DFB und der FIFA aufhört."

Auf der Suche nach einem FIFA-Generalsekretär sei die Herkunft nicht entscheidend, aber auch ein Faktor.

"Wichtig ist, dass es eine sehr gute Persönlichkeit ist", so Koch, der sich dafür aussprach, "dass verschiedene Regionen an der Spitze der FIFA vertreten sind. Und wenn wir einen europäischen Präsidenten haben, glaube ich, ist es wichtig, dass wir einen Generalsekretär haben, der nicht aus Europa kommt."

Sandrock "ernsthaft erkrankt"

Im Falle des am Freitag zurückgetretenen DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock wehrte sich Koch gegen die Darstellung, Sandrocks Abgang sei nicht freiwillig gewesen.

Koch sagte: "Helmut Sandrock ist sehr ernsthaft erkrankt. Deswegen verbietet es sich, Spekulationen darüber anzustellen, dass gesundheitliche Gründe vorgeschoben worden sind."

Vielmehr sei es in seinen Augen "höchst respektabel", dass Sandrock von sich aus gekommen sei und dem Neuanfang beim DFB unter einem neuen Präsidenten nicht habe im Weg stehen wollen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel