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Sepp Blatter lobte seinen Nachfolger Gianni Infantino
Sepp Blatter lobte seinen Nachfolger Gianni Infantino © Getty Images

Gianni Infantino ist der neue Mann an der Spitze der FIFA. Ex-Präsident Sepp Blatter glaubt, Infantino könne "seine Arbeit fortführen". SPORT1 zeigt die Reaktionen zur Wahl.

Gianni Infantino ist neuer Präsident der FIFA.

Der Schweizer wurde am Freitag im zweiten Wahlgang zum Nachfolger von Sepp Blatter an der Spitze des Fußball-Weltverbandes gewählt.

Mit 115 der abgegebenen Stimmen setzte sich Infantino gegen Asiens Verbandschef Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (50/Bahrain), Prinz Ali bin Al Hussein (40/Jordanien) und Jérôme Champagne (57/Frankreich) durch. Der Südafrikaner Tokyo Sexwale (62) hatte in letzter Minute zurückgezogen.

SPORT1 zeigt Reaktionen auf die Wahl des neuen FIFA-Präsidenten:

Gianni Infantino (Schweiz/neuer FIFA-Präsident): "Die FIFA hat harte Momente hinter sich, Krisenmoment. Aber das ist jetzt vorbei", sagte Infantino: "Wir möchten den Respekt der ganzen Welt. Wir werden mit Hingabe arbeiten, so dass wir uns wieder auf dieses wundervolle Spiel konzentrieren können. Ich möchte der Präsident von allen 209 Mitgliedsverbänden sein, und gemeinsam werden wir den Ruf der FIFA und die Achtung vor der FIFA wiederherstellen. Ich möchte mit allen zusammenarbeiten, um eine neue Ära einzuläuten. Eine Ära, in der der Fußball wieder im Zentrum steht."

Rainer Koch (DFB-Interimspräsident): "Wir sind froh und erleichtert, dass Gianni Infantino gewonnen hat und der europäische Fußball weiter starken Einfluss nehmen kann", sagte Koch: "Zusammen mit dem Reformpaket macht das Mut und gibt Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Aber es gibt viel zu tun."

Wolfgang Niersbach (früherer DFB-Präsident): "Das war ein guter Tag für die FIFA, vielleicht sogar ein historischer, dass muss die Zukunft zeigen. Die Arbeit ist noch nicht beendet, sie beginnt mit dem heutigen Tag erst richtig. Ich bin froh, dass der aus meiner Sicht beste Kandidat gewonnen hat. Ich traue Gianni zu, dass ihm die Wende in Sachen Ansehen und Glaubwürdigkeit der FIFA gelingt."

Karl-Heinz Rummenigge (im Namen der Klubvereinigung ECA): "Wir erwarten eine transparente, demokratische und fruchtbare Zusammenarbeit zum Wohle des Fußball."

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsboss von Bayern München): "Alle, die Klubs wie die nationalen und internationalen Verbände, tragen Verantwortung für die Spieler. Wir haben einen Punkt erreicht, an dem wir den Spielern keine weiteren Bürden auferlegen können, sondern sie entlasten müssen. Die FIFA muss ihrer Verantwortung für die Gesundheit der Spieler Rechnung tragen."

Scheich Salman bin Ebrahim Al Khalifa (AFC-Präsident und unterlegener Bewerber): "Die AFC freut sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen FIFA und deren neuem Präsidenten, um den Fußball-Weltverband zu reformieren und die Glaubwürdigkeit des Fußballs wiederherzustellen. In diesen beispiellosen Zeiten braucht der Weltfußball Einheit. Die neue FIFA muss integrativer gestaltet werden und die Vielfalt der Welt des Fußballs widerspiegeln. Ich vertraue darauf, dass Gianni Infantino die Führung übernimmt, um dies ebenso zu erreichen wie den Rest der Reformen, die jetzt dringend benötigt werden."

Sepp Blatter (Ex-Präsident): "Mit seiner Erfahrung, Expertise und seinen strategischen und diplomatischen Fähigkeiten hat er alle Qualitäten, um meine Arbeit fortzuführen und die FIFA zu stabilisieren."

"Ich habe mit Gianni in der Weihnachtszeit noch Glühwein getrunken und ihm Tipps gegeben. Ich freue mich, dass der neue FIFA-Boss wie ich aus dem Ober-Wallis kommt."

Thomas de Maizière (Bundesinnenminister): "Ich wünsche Herrn Infantino alles Gute und viel Durchhaltevermögen beim nötigen Aufräumprozess der FIFA. Die Reformen müssen konsequent weiter vorangetrieben werden. Hier gibt es für den neuen FIFA Präsidenten viel zu tun."

Wladimir Putin (russischer Staatspräsident): "Durch Ihre erfolgreiche Tätigkeit in internationalen Sportorganisationen und Ihren bedeutenden persönlichen Beitrag zur Entwicklung des Fußballs haben Sie zu Recht hohe Autorität gewonnen. Ich bin überzeugt, dass die professionelle Erfahrung und ein großes kreatives Potenzial Ihnen bei der Arbeit in Ihrem verantwortungsvollen Amt helfen und bei der Wiederherstellung der Bedeutung der FIFA in der Welt dienlich sein werden."

Witali Mutko (russischer Sportminister): "Er hat große Erfahrung in der Arbeit mit dem Fußball, er kennt den Fußball und könnte mit Unterstützung aller Länder natürlich Ruhe in die Situation um die Fifa bringen.

Dagmar Freitag(Bundestags-Sportausschussvorsitzende bei Sky): "Die Hoffnung ist gering, dass sich Entscheidendes ändern wird. Wünschenswert wäre ein Kandidat gewesen, der nichts mit den alten Seilschaften zu tun hat, aber das wäre weltfremd gewesen.""

Thomas Bach (IOC-Präsident): "Herzlichen Glückwunsch an Gianni Infantino zu seiner Wahl. In diesen schwierigen Zeiten für den Fußball wünsche ich ihm alles Gute bei der Implementierung der vom außerordentlichen FIFA-Kongress beschlossenen Reformen. Ich freue mich auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit im Sinne des Sports."

Leo Windtner (ÖFB-Präsident): "Es ist ein guter Tag für den Weltfußball und auch für Europa. Wir haben dieses Ergebnis mit Freude und Erleichterung aufgenommen. Die tolle Präsentation und die Performance von Gianni Infantino haben beigetragen, viel Glaubwürdigkeit in den Fußball zurückzubringen. Die Nationalverbände und der Fußball können sich in Zukunft mehr Unterstützung erwarten und ich freue mich auch, dass der ÖFB zu diesem tollen Ergebnis beitragen konnte. Ich denke, dass es nun gute Chancen gibt, dass die so notwendigen Reformen auch in die Tat umgesetzt werden."

Sunil Gulati (Präsident des US-Verbandes): "Herzlichen Glückwunsch an Gianni Infantino. Wir freuen uns darauf, gemeinsam Reformen anzupacken."

 

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