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Theo Zwanziger sagte am Mittwoch bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt aus
Theo Zwanziger war von 2006 bis 2012 DFB-Präsident © Getty Images

Der ehemalige DFB-Präsident plant, gerichtlich gegen einen Bericht in der Tagesschau vorzugehen. Es geht um die Behauptung, er habe das WM-OK 2006 getäuscht.

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger hat eine Klage gegen die ARD angekündigt. Der pensionierte Verwaltungsrichter aus Altendiez sieht sich durch eine vermeintlich falsche Tatsachenbehauptung in einer Tagesschau-Sendung geschädigt. 

"Sie glauben doch nicht, dass ich mir gefallen lasse, dass vor sechs Millionen Zuschauern behauptet wird, ich hätte den Aufsichtsrat des WM-OK 2006 getäuscht", sagte der 70-Jährige am Dienstag im Düsseldorfer Landgericht. Dort war zuvor die Klage des katarischen Fußball-Verbandes QFA gegen Zwanziger verhandelt worden, der Katar wiederholt als "Krebsgeschwür des Fußballs" bezeichnet hatte.

Zwanziger betonte, der ARD-Bericht werde "ein Nachspiel" haben: "Sie haben Vermutungen in den Rang einer Tatsache erhoben. Daran müssen sie sich messen lassen." Noch sind keine juristischen Schritte eingeleitet.

Die ARD sieht die Ankündigung gelassen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Klage von Erfolg gekrönt wäre. Ich würde Herrn Zwanziger raten, nicht alles um sich herum zu verklagen", sagte Sportchef Axel Balkausky dem SID: "Unsere Texte sind alle abgenommen, wir arbeiten journalistisch sehr sorgfältig."

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