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Theo Zwanziger siegt vor Gericht gegen Katar
Gegen Theo Zwanziger wird wegen Steuerhinterziehung ermittelt © Getty Images

Theo Zwanziger schießt gegen den DFB. Der Ex-Präsident kritisiert dessen Untätigkeit in der WM-Affäre und sieht darin den Grund für das Einschreiten der Staatsanwaltschaft.

Nach Ansicht des ehemaligen Präsidenten Theo Zwanziger hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in der WM-Affäre durch Untätigkeit die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen.

"Es fing damit an, dass seit Juli 2012 zahlreiche Personen aus der DFB-Spitze nicht auf meine Hinweise, nicht auf die Hinweise aus der FIFA und zuletzt auch nicht auf die von Fedor Radmann im Juni 2015 ausreichend reagiert haben, die Aufklärung damit unterblieben ist und das Einschreiten der Staatsanwaltschaft geradezu provoziert wurde", sagte Zwanziger der Bild-Zeitung. "Aus alledem ist dem DFB erheblicher Schaden entstanden."

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main ermittelt gegen Zwanziger wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall. Beschuldigt sind neben Zwanziger auch dessen Nachfolger an der DFB-Spitze, Wolfgang Niersbach, sowie der frühere Generalsekretär und Schatzmeister Horst R. Schmidt. Alle drei weisen die Vorwürfe zurück.

Am Freitag wird der DFB den Abschlussbericht der internen Untersuchung durch die Wirtschaftskanzlei Freshfields präsentieren. Zwanziger sieht Freshfields kritisch und behält sich juristische Konsequenzen vor.

"Ich habe von Beginn an keinen Hehl daraus gemacht, dass ich die Anforderungen an einen unabhängigen Gutachter nach den Gesamtzusammenhängen der Vergabe und der Tätigkeit der Kanzlei Freshfields nicht gewahrt sehe", betonte er. "Jetzt bin ich aber doch erst mal bereit, einen Vertrauensvorschuss zu geben. Sollte ich enttäuscht werden, bin ich vorbereitet – dann werde ich mich auch wehren."

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